März 2019 – Erlebnisbericht

Eigentlich erwartet euch an dieser Stelle ja immer ein Reisebericht. Wegfahren wäre augenblicklich aber gar nicht gegangen, deshalb gibt es heute mal einen Erlebnisbericht. Ist auch lesenswert, versprochen.


Ich liege nämlich flach, aber immerhin in Stufenlagerung. Hat mir mein Physiotherapeut empfohlen. Er muss es wissen, er ist vom Fach. Auch wenn er sonst viel zu schimpfen hatte (hauptsächlich über Ärzte), er hatte recht. Stufenlagerung ist Spitze.


Meine Muskeln im unteren Rücken hatten mich nämlich in Nullkommanix in die Zukunft gebeamt. Also in die einer altersschwachen Rentnerin. Ein Sprint zur Straßenbahn: Unmöglich! Ein schnellerer Gang zur Straßenbahn: Ebenfalls unmöglich! Locker überholen mich aktuell die tatsächlichen Rentner, sogar die mit den schweren Einkaufstüten. Ich dagegen gehe vorn übergebeugt und ziemlich krampfig. Und langsam!


Meine Uhr, die zum Teil auch Fitness von mir fordert, hatte dafür gar kein Verständnis. Sie meldete ohne Mitleid: „0 Schritte. Zeigen Sie mehr Elan!“ Na schönen Dank auch.

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Meine Uhr versteht mich nicht

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Ich hab mal im Fernsehen gesehen, wie man Jugendlichen mittels schwerer Kleidung und Brillen mit wenig Durchguck die Bürden des Alters näher bringen wollte. Da musste ich die Tage mehrfach dran denken. Ich sage euch, ein ordentlicher Hexenschuss erledigt das auch. Man fühlt sich schlagartig Minimum 20 Jahre älter.


Um das Erlebnis noch zu unterstützen, kann man das Ganze auch noch mit etwas kombinieren. Ich hatte zusätzlich noch eine Darmspiegelung.
Das hatte ich natürlich so nicht geplant, also die Kombi meine ich. Die Darmspiegelung war schon lange angesetzt. Für den Spaß muss man sich sogar Monate vorher anmelden. In der Regel sind die Praxen von Gastroenterologen massiv überlaufen und schlecht gelaunte (weil überarbeitete) Schwestern lassen einen deutlich wissen, dass man keine Wünsche in Sachen Termin oder sonst was zu äußern hat. Die Untersuchung ist so gefragt, weil gefühlt jeder Zweite irgendwas am Magen oder Darm hat. Und der der nichts hat, dem steht ab 55 eine Vorsorgeuntersuchung zu. Also muss am Ende jeder mal hin. Ist ja auch empfehlenswert. Schön ist es trotzdem nicht wirklich. Wobei eigentlich das Vorher noch doofer ist als die Untersuchung selbst.


Weil der Darm ja leer sein muss, gibt es ein Getränk zum Abführen, das man langsam Dröpje for Dröpje in sich einflößen muss. Ich meine das Ernst, wenn ich sage, dass am Geschmack sicher lange gearbeitet wurde. Das merkt man allerdings nicht. Das Gesöff ist eine Salzlösung, die mit Gummibärchengeschmack aufgepeppt wurde. Leider ist der Salzgeschmack nicht wegzukriegen. Und die Lösung erfüllt natürlich ihren Sinn und schlagartig will der Darm alles loslassen.


So und nun stellt euch vor, ihr habt das und zusätzlich noch Rücken. Ein Traum. Aber ich war immer rechtzeitig am richtigen Ort. Jetzt, da die Darmspiegelung vorbei ist, und der Arzt nur gute Nachrichten hatte, muss ich nur noch wieder mein Kreuz richten.


Natürlich ist mir klar, dass ich im Grunde gar nichts habe und jeder wirklich Kranke das obig Geschilderte als Kindergeburtstag bezeichnen würde. Deshalb ist es für mich auch ein mit Augenzwinkern versehenes „Erlebnis“ der besonderen Art. Und natürlich kommt hier demnächst wieder ein Reisebericht!

15.-18. Februar 2019 – Berlin, Wellness und Stummfilm

Hattet ihr auch Hochdruck dieses Wochenende? Also nicht Bluthochdruck, der ist nervig. Ich meine den vom Wetter.

Ich glaube ganz Deutschland lag unter dem sonnigen Einfluss von Hoch Dorit, das Mitte Februar hier in Berlin für unfassbare 17°C sorgte. Nun waren wir zwar in Winterklamotten angereist, aber die kann man ja abschmeißen. Während also die Wasservögel noch auf den letzten Eisschollen über den See glitten, liefen wir im herrlichen Sonnenschein und mit Frühlingsgefühlen drum herum.

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Rund um den Spandauer See

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Übrigens der eben erwähnte See liegt direkt an unserer Hotelanlage in Berlin Spandau. Wobei das Hotel CentroVital mehr zu bieten hat als nur Übernachtung mit Frühstück. Wir waren so positiv überrascht, dass wir aus dem Schwärmen gar nicht herauskamen. 

Hier gibt es so viel, dass ich ein bisschen überlegen muss, um alles aufzuzählen: Da ist zum Beispiel die Badelandschaft, ein Saunabereich und eine riesige Fitnessabteilung. In der werden zusätzlich zu den ganzen Geräten täglich zig Sportkurse angeboten. Es gibt sogar eine Kinderbetreuung, die wir allerdings nicht genutzt haben (des Alters wegen).

Und auch das Essen ist einfach toll. Dazu das unheimlich nette Personal. Was soll ich sagen, wir sind begeistert! Zumal der Preis auch in Ordnung ist. 

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Frühstück im Centrovital Berlin Spandau

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Natürlich war deshalb unser Wochenende nicht nur vom guten Wetter geprägt, sondern auch von Wellness und Sport. Ja, ihr habt richtig gelesen „Sport“. Das passt ja eigentlich nicht ganz so zu mir, aber hier wurde es uns leicht gemacht. So sind wir täglich schon vor dem Frühstück schwimmen gewesen. Und in unser dickes Berlin-Programm passte sogar eine Aerobicstunde mit rein. So was hab ich im Urlaub echt noch nie gemacht. 

Und als krönenden Abschluss hatten wir dann auch noch eine (im Preis enthaltene) Massage. Knaller!

Jetzt könnte man ja glauben, wir hätten das Objekt gar nicht verlassen brauchen. Aber ihr kennt mich, ich entwickle im Urlaub ja immer eine gewisse Hyperaktivität, weil ich so viel unternehmen will. Und Berlin passt doch da perfekt dazu, denn hier findet wirklich jeder was er sucht.

So waren wir zum Beispiel im Kino Babylon. Das Gebäude wurde vor 90 Jahren, im April 1929, fertiggestellt und ist eines der letzten Kinos das ganz auf Stummfilme ausgelegt wurde. Es hat einen Orchestergraben (!) und die Leinwand ist mit einem goldenen Rahmen umfasst, wie in einem Theater. Im Jahr 2002 wurde das Gebäude umfassend saniert und mit dem „Deutschen Preis für Denkmalschutz“ prämiert.

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Kino Babylon Berlin

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Zum diesjährigen runden Geburtstag wurde nun im Januar extra das Babylon Berlin Orchester gegründet und seitdem laufen dort Stummfilmaufführungen mit Orchesterbegleitung. Und genau so eine haben wir besucht. Wir sahen den Klassiker „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ von 1922 in einer restaurierten Fassung. Wie ihr vielleicht wisst ist das ein Gruselfilm, basierend auf Bram Strokers Buch „Dracula“. Nur das hier Dracula Graf Orlok (Nosferatu) heißt. Aufgrund der Ähnlichkeit in der Handlung gab es deswegen übrigens einen Urheberrechtsstreit. Der ging verloren und so sollte der Film vernichtet werden. Auf wundersame Weise entging er aber diesem Schicksal.

In den großen Saal des Kinos Babylon passen übrigens 500 Personen. Bisher waren seit Januar wirklich alle Veranstaltungen ausverkauft. Es gibt verschiedene Filme aus der Stummfilmzeit zu sehen und ein Besuch lohnt sich wirklich. Rechtzeitiges Erscheinen übrigens auch, denn die Platzwahl ist frei. Ich empfehle ca. Reihe 9 zu nutzen. Dann hat man gute Sicht auf das Orchester und die Leinwand. 

Und was haben wir sonst noch unternommen? Natürlich wieder eine unserer geliebten eat-the-world-Touren. Diesmal durch Berlin Charlottenburg. Das Viertel war uns noch nicht so bekannt und hat uns sehr gut gefallen. Sogar so gut, dass wir am nächsten Tag noch einmal dort waren, um ausgiebig im Schlosspark zu flanieren. 

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Schloss Charlottenburg

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Schlosspark Schloss Charlottenburg im Februar 2019

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Shoppen waren wir auch noch und essen auch. In der Nähe vom Hotel ist ein ganz tolles Fischrestaurant. Es heißt „Raymons“. Sehr zu empfehlen, falls ihr mal dort seid. 

Dann hatten wir noch diverse lange Fußmärsche, unter anderem weil die Berliner Verkehrsbetriebe gestreikt haben oder ein Notarzteinsatz die S-Bahn zum Stehen zwang. Das heißt 14 km waren wir im Schnitt zu Fuß unterwegs. 

Und schwupps ist unser Wochenende schon wieder um und wir fahren nach Hause. Aber was soll’s, das Jahr hat ja gerade erst angefangen!

24./25. November 2018 – Weihnachtsmarkt Trier und Luxemburg

Wo sind eigentlich die Hitzewellen wenn man sie braucht? Ich meine jetzt nicht die globale Erderwärmung, sondern meine ganz private Erwärmung. Die, die man so schwallartig  bekommt, wenn der Körper beschließt, dass es jetzt vorbei ist mit dem Kinderkriegen. Solche warmen Schübe wären ganz praktisch wenn es draußen kalt ist. Aber nein, aktuell friere ich wie in frühester Jugend. Da helfen nicht mal mehr warme Gedanken, da musste  dieses Wochenende durchgehend die lange Unterhose ran.

Wir waren nämlich wieder unterwegs. Es ist Weihnachtsmarktzeit und das heißt, das ist eine gute Gelegenheit sich andere Städte mal im Lichterglanz anzusehen. Dieses Jahr haben wir uns dafür zunächst einmal Trier ausgesucht. Die älteste Stadt Deutschlands wurde vor über 2000 Jahren von den Römern gegründet. Natürlich sind die Baudenkmäler aus dieser Zeit die Hauptattraktion von Trier und die Porta Nigra das Wahrzeichen der Stadt. Jetzt zur Weihnachtszeit wird ihr ein geschmückter Baum zur Seite gestellt. 

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Porta Nigra mit Weihnachtsbaum

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Der Weihnachtsmarkt selbst ist mehr in der Innenstadt. Er ist im Verhältnis zu anderen recht klein, aber niedlich. 

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Trier Weihnachtsmarkt

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Interessanterweise öffnet er schon vor Totensonntag, schließt aber an diesem Tag wieder. Das war für uns ein Grund mehr, an diesem Tag nach Luxemburg zu fahren. 

Das Großherzogtum liegt ganz in der Nähe von Trier. Die Bahn fährt stündlich und bis zur Hauptstadt Luxemburg sind es gemütliche 48 Minuten Fahrzeit. Dank des von mir heiß geliebten Schengener Abkommens reist man ohne Grenzkontrollen. Einzig die in lëtzebuerger Sprache angesagten Haltestellen und der ebenso sprechende Schaffner lassen einen spüren, dass man nicht mehr in Deutschland ist. Lëtzebuergisch ist eine Variante der deutschen Sprache, im Grunde ein Dialekt, aber hier wird nicht nur (teilweise) so gesprochen, sondern auch so geschrieben. Man versteht alles, aber es ist auch irgendwie fremd und wir fanden es niedlich. Hier auf dieser Seite könnt ihr euch mal versuchen was ihr versteht: 

https://lb.m.wikipedia.org/wiki/L%C3%ABtzebuerg_(Land)

Laut Verfassung ist lëtzebuergisch übrigens Amtssprache. Aber es wird auch deutsch und vor allem französisch gesprochen.

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Lëtzebuerger Euro-Münzen

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Die Hauptstadt Lëtzebuerg, oder wie wir natürlich immer sagen Luxemburg, ist geographisch sehr interessant gelegen. Die befestigte Altstadt liegt oben auf einem Berg, sie wird deshalb auch Oberstadt genannt. Die Unterstadt liegt dagegen wie in einer Schlucht. Insgesamt ist Luxemburg Stadt auch geschichtlich sehr interessant und zusätzlich heutzutage als Finanzzentrum bekannt. Die Mieten bzw. Kaufangebote für Immobilien sind dementsprechend unfassbar teuer.

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Luxemburg am Abend

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Da wir schon gegen Mittag in Luxemburg waren, hatten wir dadurch ein wenig Zeit uns genauer umzusehen. Leider war aber das Wetter sehr trüb und novembergrau. Kein Fotowetter also. Aber schon ab 17 Uhr wird es ja aktuell dunkel und gerade der Weihnachtsmarkt wird dann besonders schön. In Luxemburg liegt er verteilt an verschiedenen Standorten. Wir hatten dadurch am Ende des Tages einiges auf der Uhr, an Schritten wohlgemerkt.

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Weihnachtsmarkt in Luxemburg

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Es gab übrigens für uns einen kleinen Extragrund, ausgerechnet den luxemburger Weihnachtsmarkt zu besuchen. Auf der offiziellen Website der Stadt wird nämlich beschrieben, was zum hiesigen Weihnachtsmarkt unbedingt dazugehört: Die Thüringer! Also unsere Bratwurst! Wir haben sie natürlich an einer Stelle getestet und mussten aber feststellen, in Thüringen schmeckt die Thüringer einfach immer noch am besten.

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Thüringer Bratwürste in Luxemburg

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Zusammengefasst können wir also sagen, Luxemburg ist bestimmt nochmal eine Reise wert, dann aber zu einer schöneren Jahreszeit. 

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Annett und Ines auf dem luxemburger Weihnachtsmarkt

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Und unser ultimativer Tipp für Weihnachtsmarktbesuche lautet weiterhin  (neben Erfurt) Strasbourg. Dort muss man mal gewesen sein! 

 

Oktober 2018 – Düsseldorf

Ihr habt kein Geld für eine Reise nach Japan? Hatten wir auch nicht. Wenn ihr aber, so wie wir, euer Sparschwein auskippt und es danach für eine Fahrt nach Düsseldorf reicht, habe ich eine Idee für euch: Little Tokyo. Das liegt mitten in Düsseldorf, genauer gesagt in der Immermannstraße und der Gegend um diese herum. Das ist ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs, also leicht zu finden.

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Little Tokyo Düsseldorf

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Da in Düsseldorf einige tausend Japaner leben, haben sich hier diverse japanische Läden, Restaurants, Bäckereien, Buchläden etc. angesiedelt. 

Wir sind in den vergangenen Tagen hier mehrfach entlang geschlendert und diverse Male eingekehrt. Umringt von Japanern kann man sich dann beim Essen bestens amüsieren (und blamieren), wenn man ungelenk mit seien Stäbchen hantiert. Man kann aber auch nach einem Löffel fragen, wenn es denn sein muss bzw. im Notfall. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß. 

Übrigens selbst die Rechnung wird in einigen dieser Restaurants nur mit japanischen Schriftzeichen ausgegeben. An der Kasse wird man aber dann über die Kosten informiert. Die Kellner servieren hier nur.

Soweit zu unserem japanischen Abenteuer. Übrigens fühlen sich in Düsseldorf viele Nationen zu Hause. Die Stadt ist  multikulturell, die Menschen sehr offen, wie wohl alle Rheinländer. Und meistens sind sie auch sehr nett. Als ich zum Beispiel gestern im Bahnhof von einem Typen angerempelt und danach angepöbelt wurde, haben sich sofort zwei (!) junge Männer schützend vor mich gestellt. Sie gehörten nicht zusammen, sondern reagierten unabhängig voneinander und haben mir geholfen. Spitze! 

Apropos Rheinländer: Man möchte meinen sie trinken täglich viel Bier und sitzen damit dann am liebsten alle gemeinsam am Rhein. Der Eindruck täuscht natürlich, sie trinken nämlich überall gerne Bier! Es gibt sehr viele urige Kneipen und Brauereien hier. In Düsseldorf wird übrigens Altbier ausgeschenkt.

Wie komme ich dann dazu zu behaupten, alle säßen trinkend am Rhein? 

Wir hatten ja bei unserem Trip mitten im Herbst (12.-15. Oktober) perfektes Sommerwetter mit bis zu 27 Grad und durchgehendem Sonnenschein. Und natürlich saßen oder standen deshalb sehr sehr viele Leute draußen. Ganz besonders geeignet ist dafür zum Beispiel die Rheinuferpromenade. Dort liegen auch die Kasematten, ein terassenartiger Gastronomiebereich. 

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Düsseldorf Rheinuferpromenade

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Und dort fahren auch die vielen Ausflugsschiffe ab. Das lohnt sich bestimmt auch einmal. Leider haben wir das diesmal aber nicht geschafft. Wir sind stattdessen wieder einmal Segway gefahren. Das ist eine schöne Art sich schnell fortzubewegen und dabei auch etwas zu sehen. Und natürlich macht es einfach Spaß!

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Segway fahren in Düsseldorf

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Segway-Tour Düsseldorf

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Wir haben dabei zweimal den Rhein überquert, sind durch die Altstadt und durch den Medienhafen gefahren. Gerade zu letzterem muss ich euch unbedingt einige meiner Fotos zeigen. Die Architektur hier ist wirklich beeindruckend. Internationale renommierte Architekten haben hier entweder neu gebaut oder Altes in Neues integriert.

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Medienhafen Düsseldorf

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Wohnen wird hier aber kaum jemand, es ist mehr ein Gewerbe- / Medienviertel. Allerdings gibt es hier hochklassige Gastronomie und ein sehr teuer wirkendes Hotel mit vielen Autos vor der Tür. Keines davon war von der preiswerten Sorte und wenn dann eines bestiegen wurde, dann war es laut. Ihr wisst sicher welche Art laut ich meine. Es war die Art bei der man sehr viel Aufmerksamkeit für sein teures Gefährt bekommt. 

So, wie schaffe ich jetzt die Überleitung zu Dieter Nuhr? Keine Ahnung, ich erzähle es euch einfach. Wir hatten nämlich unseren Düsseldorf Besuch um ihn herum geplant, da wir ihn immer schon mal live sehen wollten. Und da verreisen ja unser Hobby ist, sind wir also zu Dieter Nuhr gefahren anstatt ihn kommen zu lassen. Er stammt ja aus Düsseldorf und die dortige Tonhalle ist quasi sein Wohnzimmer. Ist übrigens eine tolle Location, gute Sicht, gute Akustik, wirklich empfehlenswert. Dieter Nuhrs Programm war das übrigens auch, sehr politisch, aber genau mein Humor. Er hat uns zusätzlich am Abend mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass zeitgleich auch die Toten Hosen auftreten. Wäre sicher auch toll gewesen. Ich hatte mich sowieso schon gewundert, warum in der ganzen Stadt Leute mit Tote Hosen T-Shirts rumliefen. Da die aber auch aus Düsseldorf stammen, dachte ich die Fans laufen da einfach immer so rum… Hätte ja sein können.

Übrigens schreibe ich diesen Bericht recht glücklich im Zug, obwohl wir für diesen viele Nerven gelassen haben. Schon die Hinfahrt war spannend. In Frankfurt Main kam nämlich unser Zug schon mit 45 Minuten Verspätung an. Er hatte sie bei der Fahrt von München erfolgreich eingefahren. Aber das war nicht genug. Auf unserer Strecke nach Düsseldorf hatte nämlich ein ICE vor uns Feuer gefangen und damit war die gesamte Strecke gesperrt worden. Am Ende hatten wir über 2,5 Stunden Verspätung. Aber wir sind angekommen. Heute nun ist die Strecke immer noch gesperrt und der Zug fährt die Ersatzstrecke. Und auch wenn wir aufgrund gestrichener Züge und Chaos genervt waren, hatten wir noch Glück. Denn kurz nachdem wir den Kölner Bahnhof verlassen hatten, wurde dieser wegen Geiselnahme komplett gesperrt. Kein Zug fuhr mehr.

Da gelobt ich mir doch unsere langsame Zugfahrt am Rhein entlang mit Blick auf eine pittoreske Landschaft. 

P.S. Einen kleinen Polizeieinsatz haben wir in Düsseldorf auch noch erlebt. Unsere Straßenbahn wurde gestoppt, ein Polizeiwagen setzte sich vor die Bahn. Dann stiegen zwei Polizisten ein und verhafteten den jungen Mann direkt neben uns. Düsseldorf, what a thrill! 

Hier noch ein paar harmlose Bilder aus der Stadt.

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Auf der Kö in Düsseldorf

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Ein Denkmal bei der Vorbereitung auf die Arbeit

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Trockenes Rheinufer in Düsseldorf

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30.09.2018 – München Oktoberfest

Endlich WLAN! 

Ich komme mir gerade vor wie im Auslandsurlaub, wo ich auch immer nur online gehen kann, wenn WIFI angeboten wird. 

Grund für diesen denkwürdigen Zustand ist eine Verkettung unglücklicher Umstände. Und natürlich hat es mit meinem Telefonanbieter zu tun. Ich habe deshalb zwar ein Smartphone in den Händen, aber die innenliegende SIM-Karte ist tot. Sie wurde einfach vom Netz genommen. Ich bin also ungewollt der postdigitalen Bewegung beigetreten (die gibt es wirklich). Zumindest für den Großteil des Tages. Telefonieren geht natürlich ohne SIM-Karte auch nicht. 

Ich ahne es, euer Bedauern deswegen ist grenzenlos. Dabei kann sich garantiert kaum jemand von euch ein Leben ohne dieses Gerät vorstellen. 

Wir mussten also heute beim Besuch des Oktoberfestes in München zu altertümlichen Mitteln greifen: Uns nämlich stets im Auge behalten, damit keiner verloren geht. Bei dem wunderschönen Wetter heute waren wir  nämlich wirklich nicht alleine. Dabei sind wir gleich nach Öffnung um 10 Uhr morgens dort gewesen, aber selbst zu dieser Uhrzeit war es schon gut gefüllt. 

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Eindrücke vom Oktoberfest in München

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Manche Eltern greifen deshalb folgerichtig zu drastischeren Mitteln, damit ihre Sprösslinge nicht verloren gehen. Also mehr als an die Händchen fassen. Ein Beispiel habe ich fotografiert, weil ich es so putzig fand. Da waren die Kinder alle angeleint. Ich habe natürlich um Erlaubnis gefragt, bevor ich die Bilder gemacht habe.

Nun wisst ihr also schon, dass es voll auf dem Oktoberfest war. Das größte Volksfest der Welt ist aber auch wirklich etwas besonderes. Das finden mittlerweile auch immer mehr Touristen aus aller Welt. Aber auch die einheimische Bevölkerung kommt in Scharen und sie kommt in Tracht! Dabei wirkt das immer sehr selbstverständlich und gar nicht aufgesetzt. Schon in der Stadt, an den S- und U-Bahn-Haltestellen, ja einfach überall sieht man viele der Hiesigen in Lederhosen oder Dirndl. Und das von ganz jung bis ganz alt.

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Tracht gehört zur Wiesn dazu

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Und alle genießen das Fest auf ihre Weise. Wir hatten dabei nie das Gefühl, dass sich irgendein Münchener gestört von den vielen Menschen fühlt. 

Es gibt sogar eine sehr gut gemachte APP für das Oktoberfest. Darin gibt es zum Beispiel einen Lageplan, auf dem man via GPS jedes Festzelt findet.

Natürlich gibt es auch Interessantes und Nützliches zu erfahren. So zum Beispiel, dass dieses Wochenende verstärkt Italiener auf die Wiesn kommen. Und wegen derer vieler davon gibt es sogar italienische Polizisten auf dem Oktoberfest. Die darf Dank Änderung im bayerischen Polizeigesetz sogar im Notfall zur Waffe greifen. 

Was man auch durch die APP erfährt ist, dass große Taschen aus Sicherheitsgründen verboten sind. Das ist schon letztes Jahr so gewesen und wurde auch in Funk und Fernsehen bekannt gegeben und trotzdem gibt es am Einlass immer wieder Diskussionen deswegen. Aber Sicherheit geht vor!

Mit unseren kleinen Taschen waren wir dann zum Beispiel in der Geisterbahn, auf dem Riesenrad und natürlich in den Festzelten.

Selbst zu aller frühester Stunde werden hier schon die Maß getrunken. Und wenn einer der meist jungen Burschen auf den Tisch steigt, ist mit einem Mal riesen Applaus im Saal. Unter starkem Klatschen und Anfeuerungsrufen trinkt dann der „Held“ seine Maß auf ex.

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Beste Stimmung und Maß auf ex

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So doll haben wir es nicht getrieben. Wir waren in einem kleinen gemütlichen Zelt, aber eine Maß hatte Annett da auch. Natürlich. 

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Maß im Festzelt

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Festzelt Zum Stiftl

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Zu guter Letzt waren wir dann noch auf der Oide Wiesn, also der Alten Wiesn. Da zahlt man extra Eintritt (3 Euro) und es ist wirklich ein bisschen so wie früher.  

Also wer Spaß an Fahrgeschäften aller Art, Bier und deftigem Essen hat, sollte  unbedingt einmal dabei sein. Und wie der U-Bahn-Ansager treffend auf dem Bahnsteig sagte: „Traut euch, lernt neue Leute kennen“.

P.S.: Für Kurzentschlossene gibt es überall Trachtenkleidung zu kaufen. Selbst auf dem Bahnhof.

17.09.2018 – Miniatur Wunderland in Hamburg

Wie beschreibt man eine Superlative? Mir schwirrt gerade so viel im Kopf herum, dass ich die vielen Eindrücke des heutigen Tages erstmal sortieren muss. Falls ihr nicht wisst was ich meine, ich schreibe hier übrigens über das Miniatur Wunderland in Hamburg. Das ist die größte Modelleisenbahn der Welt! Und die Mitarbeiter sind noch lange nicht fertig mit ihrem Projekt. Es wird weiter gebaut. 

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Gleise im Miniatur Wunderland

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Am Miniatur Wunderland wird immer gearbeitet

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Aber Modelleisenbahn trifft es eigentlich nicht wirklich, es ist tatsächlich so viel mehr: Einerseits eine Phantasiewelt in klein, an anderen Stellen dann eine detaillierte Abbildung der Wirklichkeit in winzig. Und alles ist mit so viel Liebe gemacht, dabei auch witzig und unheimlich einfallsreich. 

Da Worte hier absolut nicht reichen, werde ich viele Fotos einstellen. Trotzdem empfehle ich JEDEM einmal hierher zu kommen. Ich verspreche alle werden ihre eigenen Highlights finden. Auch wir hätten noch Stunden bleiben können und hätten trotzdem immer noch viele der Kleinigkeiten nicht entdeckt. 

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Italien im Miniatur Wunderland

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Petersdom in Rom im Miniatur Wunderland

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Das Papamobil wird repariert im Miniatur Wunderland

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Außerdem gibt es ja auch noch den Sound, den ich hier natürlich nicht liefern kann. Jede Attraktion hat seinen eigenen. Es gibt sogar Popkonzerte von Helene Fischer oder DJ Bobo mit Liveausschnitten und Videosequenzen auf Displays. Auch Otto hat seinen Auftritt und die Tagesschau ist auch dabei. Und natürlich spielt der HSV vor ausverkauftem Haus. 

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Helene Fischer Konzert im Miniatur Wunderland

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DJ Bobo Konzert im Miniatur Wunderland

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Otto auf der Bühne in der Miniatur Wunderland

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HSV im Volksparkstadion im Miniatur Wunderland

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Sogar die nagelneue Elbphilharmonie wurde nachgebaut und gibt als Extra alle paar Minuten ihr Inneres preis, samt Hotel und Konzertsaal. Der kleine Wink mit den Kosten für das gute Stück darf auch nicht fehlen: In der Nähe fährt ein Auto mit einem großen Preisschild von 789 Millionen Euro. Das ist die Summe, die die Hamburger Steuerzahler für das Objekt Elbphilharmonie zahlen durften. 

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Elbphilharmonie in der Miniatur Wunderland

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Apropos Auto: Es gibt hier sogar eine JET-Tankstelle und diese hat direkten Anschluss an eine wirkliche JET-Tankstelle in Hamburg. Die Preise sind deshalb immer aktuell! Gleich angeschlossen ist eine richtige kleine Autowaschanlage. 

Und alle paar Minuten wird es natürlich auch Nacht im Wunderland und die Laternen gehen an. Da wirkt mancher Platz gleich nochmal schöner, zum Beispiel der Jahrmarkt oder auch Las Vegas.

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Jahrmarkt bei Nacht im Miniatur Wunderland

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Las Vegas im Miniatur Wunderland

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Wem das nicht reicht, der bekommt sogar Brände mit Rauch. Das wirkt zum Teil so echt, dass ein Besucher schon einmal eingegriffen hat, um ein Fahrzeug vor dem Feuer zu „retten“.

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Nacht im Miniatur Wunderland

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Woher ich das weiß? Wir waren im Rahmen unseres Besuches auch bei einer extra Führung und konnten dadurch hinter die Kulissen schauen. In Minigruppen mit nur 6 Besuchern erklärt ein Angestellter dann so Einiges. So erfährt man zum Beispiel, wie die Züge, Autos und auch die Flugzeuge gesteuert werden und wie sie wieder „auftanken“. Man krabbelt hinter die Wände und kann das ausgeklügelte System hinter dem Wunderland begutachten.

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Hinter den Kulissen des Miniatur Wunderlandes

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Hinter den Kulissen vom Miniatur Wunderland

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Übrigens ist die meiste Technik und Software dazu im Miniatur Wunderland selbst gebaut bzw. geschrieben worden. Noch nicht gelungen ist das bisher allerdings bei den Schiffen. Sie fahren in echtem Wasser und sind mit der aktuellen Technik zu träge und werden deshalb von einem Mitarbeiter mit Fernsteuerung gelenkt. Der Kollege macht das rund 4 Stunden am Stück und wechselt dabei zwar immer wieder das Modell, aber es kann zu einer Zeit eben immer nur ein Schiff fahren, zum Beispiel die Aida. 

Was uns bei der Führung zusätzlich noch überrascht hat, sind die vielen kleinen Details,  die man wirklich nur im Rahmen einer solchen Tour sehen kann. Es sind unzählige viele kleine Späße und weil es so eine Menge ist, deshalb hier nur einige als Aufzählung: Es gibt hier zum Beispiel einen Mord-Tatort, ein Mafia-Begräbnis, Sex in allen Varianten, Alians, eine Schlafwandlerin auf dem Dach und und und…

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Auf die winzigen Details kommt es an

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Winzige Details im Miniatur Wunderland

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Ganz genau hinschauen im Miniatur Wunderland

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Es lohnt sich also sehr, diese Tour mitzubuchen, zumal man damit sofort zum Einlass gehen kann.

Was gibt es noch? Es gibt zum Beispiel eine tolle Winterlanschaft und dort taut es nie! Allerdings ist der Schnee auch aus  allerfeinstem Glas und damit scharf.

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Winter im Miniatur Wunderland

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Und dann ist da noch ein Highlight: Der Flugplatz. Hier heben die Flugzeuge ab und landen auch. Alles mit Geräuschkulisse wie auf dem echten Flughafen. Mit einer Ausnahme: Hier im Wunderland hebt auch der Millennium Falcon von Starwars ab. Wir waren hier live dabei. Und mussten dann miterleben, wie er hinter den Kulissen „abstürzte“.

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Der Millennium Falcon hebt ab im Miniatur Wunderland

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Flughafen im Miniatur Wunderland

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In solchen Fällen kommt dann sofort ein Mitarbeiter und behebt den Schaden sofort. Es gibt nämlich eine Art Schaltzentrale oder Lotsenpunkt, über den alles beobachtet und geprüft wird. Man kann die Mitarbeiter dabei beobachten. Und man bekommt auch einen kleinen Einblick, wie die Kleinteile gebastelt werden. 

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Schaltzentrale, Lotsenzentrale im Miniatur Wunderland

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Übrigens waren wir heute früh noch auf dem richtigen Flughafen von Hamburg. Das hatte mit unserem Hotel zu tun. Das liegt genau in der Einflugschneise des Flughafens. Es ist ein schönes Hotel, gemütlich und fast ländlich von der Optik. Und dann landen in kurzem Abstand hier die Flieger. Aber wir hatten Schallschutzfenster, konnten also gut schlafen. Der Nähe halber und weil wir noch Zeit hatten, waren wir also auf dem Flughafen. Ist fast wie im Miniatur Wunderland. Wirklich! 

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Flughafen Hamburg

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16.09.2018 – Chocoversum, Lichtcontainer, Hafenrundfahrt und Polizeiarbeit

Wenn ihr wissen wollt, wie wir heute zu Schokolade, einem Polizeieinsatz, einer freien Hafenrundfahrt und on top zu einem kostenlosen Lichtspektakel gekommen sind, dann seid ihr hier völlig richtig. 

All das haben wir nämlich tatsächlich heute an nur einem Tag erlebt. Geplant war davon zunächst nur die Schokolade. Im Rahmen einer Führung durch das Chocoversum von Hachez, haben wir davon reichlich aus verschiedenen Phasen der Herstellung zu kosten bekommen. Aber bei der Tour bekommt man auch Wissenswertes über die Kakaobohne erklärt und wie sie verarbeitet wird und als Krönung stellt man dann seine eigene Tafel Schokolade her. Das ist alles sehr lecker und im Verhältnis auch gar nicht so teuer. Eine wirkliche Empfehlung und auch etwas für Kinder! 

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Chocoverssum

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Weil wir aber danach natürlich noch nicht ausgelastet waren, blieb Zeit für weitere Unternehmungen. Bei angenehmem Wetter auch gerne draußen. Also auf zur Binnenalster, das ist Wasser und Entspannung mitten in der Stadt. Natürlich waren wir dort aber nicht alleine. Genauer gesagt war sogar richtig was los als wir ankamen. Wir wähnten  uns plötzlich in einer Folge „Großstadtrevier“ oder alternativ, je nach Sender, „Notruf Hafenkante“. 

Die Polizei war mit ganz großem Besteck vor Ort. So wurde, als wir ankamen, gerade eine sehr lange Stange zusammengeschraubt. An einem Ende hatte sie einen Haken. Damit wurde dann im Wasser gefischt. Ein Polizeiboot war genauso im Einsatz wie ein Krankenwagen und jede Menge Presse. Alles sah nach der Bergung einer Leiche aus dem Wasser aus. 

Günstigerweise war das Ereignis zuschauerfreundlich angelegt. Am südlichen Ufer der Binnenalster ist ja der Jungfernsteg. Das ist eine Art Flaniermeile und an der Stelle des Polizeieinsatzes gibt es wunderbare Treppen, die immer auch zum sitzen und schauen genutzt werden. Auch Ausflugsboote starten hier. So und nun die Polizei mittendrin. Damit nun nicht ständig jemand zwischen den Einsatzkräften rumlatscht, wurde erstmal mit Flatterband alles abgesperrt. Die Presse durfte aber trotzdem drinnen bleiben. 

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Polizei im Einsatz an der Binnenalster

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Aber was war eigentlich passiert? Ich kläre euch auf: Ein Buggy mitsamt Damenhandtasche und Kinderkleidung war ins Wasser gefallen. Alle Zeugen waren sich zwar recht sicher, dass kein Kind im Buggy gesessen hatte, trotzdem wurde die Polizei gerufen. Denn von Mutter und Kind fehlte jede Spur. 

Ein Passant hatte sogar noch versucht, den Buggy mit seiner Krücke (!) aus dem Wasser zu ziehen. Immerhin konnte er auf diese Weise, die Handtasche und die Kinderkleidung tropfnass herausziehen. Dann kam aber ein Ausflugsschiff und das war es dann für den Buggy. Gluck gluck weg war er.

Das war auch der Zeitpunkt als die Polizei eintraf. Von den Besitzern des Buggys fehlte weiter jede Spur. Erst als sich gerade zwei Polizisten in voller Montur ins Wasser begeben wollten, tauchte die Mutti doch noch mit ihrem Sohn auf dem Arm auf. Warum sie so lange kein Interesse an ihrem Kinderwagen gezeigt hatte, konnte ich übrigens nicht mehr ermitteln, tut mir leid.  

Das lässt sich natürlich so leicht schreiben, weil ja nicht wirklich etwas passiert ist. Außerdem war das ein schönes Beispiel dafür, dass wirklich jeder Hinwies ernst genommen wird. 

Auf diese Weise haben wir jedenfalls nette Leute im Umkreis kennengelernt. Und ein Berliner Pärchen gab uns dann noch einen tollen Tipp für ein kostenloses Erlebnis der kulturellen Art ganz in der Nähe. Dazu brauchten wir nur zwei Stationen mit der neuen U-Bahn-Linie 4 zu Haltestelle HafenCity / Universität fahren. Hier gibt es nämlich Leuchtcontainer an den Decken zu bestaunen. Diese wechseln immer wieder die Farbe. Und jeden Sonnabend, Sonntag und an Feiertagen wird zusätzlich zwischen 10 und 18 Uhr jeweils zur vollen Stunde eine Inszenierung mit klassischer Musik geboten. Bei uns lief ein Stück von Vanessa Mae. Muss man mal erlebt haben.

Und weil wir einmal bei Tipps für den Geldbeutel sind, kommt hier gleich noch einer: In Hamburg lohnt sich das Tagesticket für die öffentlichen Verkehrsmittel sowieso. Mit diesem lässt sich dann quasi kostenlos eine Hafenrundfahrt durchführen. Nehmt dazu die  Fähre der Linie 62 ab der Haltestelle Landungsbrücken (Brücke  3). Diese fährt eine Runde, die ihr mitfahren könnt, bis Finkenwerder und zurück. Das ganze dauert ca. eine Stunde. Wir können das wirklich empfehlen, denn das war unser Nachmittagsprogramm. 

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Linie 62 HVV – preiswerte Hafenrundfahrt

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Genug für heute. Wir liegen jetzt auch faul im Bett. Bis morgen! Eure Reisetante. 

 

14.09.-15.09.2018 – Hamburg und der stern

Wenn ich euch erzähle warum wir gerade dieses Wochenende nach Hamburg gefahren sind, werden sich bestimmt einige an den Kopf greifen. Der Grund ist nämlich: Die Zeitschrift stern wird 70 und hatte heute zum Tag des Journalismus eingeladen. Man kann auch sagen, der stern hatte Tag der offenen Tür. So hatte ich als ewiger stern-Leser die Gelegenheit, meinem Magazin noch näher zu sein und einmal hinter die Kulissen zu sehen.

Ich gebe zu, schon beim Lesen der Anzeige dazu war ich sofort elektrisiert, zumal die ersten 200 Abonnenten kostenlos zu diesem Event eingeladen wurden.

Natürlich hatte ich mich seinerzeit sofort um Karten beworben und dann ungeduldig auf sie gewartet. Als die Zusage kam, gab es somit auch einen Grund, nach langer Zeit Hamburg wieder einmal zu besuchen. Natürlich gibt es in dieser schönen und interessanten Stadt (neben dem stern) so viel zu sehen, um mindestens ein langes Wochenende hier gut beschäftigt zu sein. 

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Flagge Hamburg

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Deshalb sind wir schon gestern (am Freitag) angereist. Dabei sind wir bei Sprühregen in Erfurt in den Zug gestiegen und bei Sonnenschein in Hamburg wieder aus. Besser geht doch nicht. Da macht auch das hier obligatorische Lüftchen nichts. Ich habe ja ein gutes Haarspray, die Frisur sitzt.

Und so stand unserem ersten Ausflug zu den Landungsbrücken nichts mehr im Weg. Hier riecht es nach Fisch und weiter Welt. Und zu sehen gibt es auch eine Menge. Klar jede Menge Schiffe und eine für uns brandneue Sehenswürdigkeit: Die Elbphilharmonie. 

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Landungsbrücken und Elbphilharmonie

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Gestern haben wir uns schon mal von außen ein Bild von ihr machen können, heute nun auch zum Teil von innen. Die Plaza der Elphi, wie die Elbphilharmonie liebevoll genannt wird, kann man kostenlos besichtigen. Nach einer beeindruckenden Fahrt mit einer langen Rolltreppe gelangt man so auf eine Außenplattform. Und als wäre das nicht spektakulär genug, bekamen wir heute auch noch die Fensterputzer gratis dazu. Wer mich kennt weiß ja, dass ich ein klitzekleines bisschen zu Höhenangst neige. So ein Job wie Fensterputzer an der Elphi wäre also genau mein Ding. Allerdings beeindruckt mich deren Arbeit dann doch so sehr, dass ich mich sogar wagemutig über die Brüstung hänge, um gute Fotos von ihnen zu schießen. Hinterher stelle ich dann plötzlich erstaunt fest, dass ich gar keine Beklemmungen dabei hatte.

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Fensterputzer an der Elphi

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So weit so interessant. Gestern wollten wir aber noch mehr und hatten deshalb eine Rotlichttour gebucht. Ihr wisst schon, Reeperbahn, Sex, Drugs und Rock ’n’ Roll. Alles was man in der Provinz nicht hat.

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Reeperbahn

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Zu unserer großen Überraschung waren wir bei der Führung dann die einzigen beiden Gäste. So hatten wir eine exklusive Privatveranstaltung. Nicht schlecht! Natürlich hat der Guide uns garantiert auf der gleichen Route geführt wie immer, aber es hat sich schon besonders angefühlt. So als ob uns ein guter Kumpel durch seinen Kiez führt. Wir haben auch wirklich viel erfahren, nur leichte Mädchen haben wir keine gesehen, wenn man von ein paar Transvestiten absieht (die auch dem Gewerbe nachgehen). Erschreckenderweise lagen aber auf der Reeperbahn sehr sehr viele Obdachlose rum.

Einer der Höhepunkte der Tour war dann der Besuch der Kneipe „Zur Ritze“. Oben kann man dort szenegerecht sein Bier trinken, unten wird geboxt. Und offensichtlich waren alle wichtigen Boxer schon dort unten und haben es getan. Nicht nur die Klitschko-Brüder, Dariusz Michalczewski oder Henry Maske waren hier, sondern sogar Mohammed Ali und Mike Tyson. Hans Joachim „Hanne“ Kleine hatte den Laden wohl um 1974 eröffnet und man kann tatsächlich sagen, dort unten atmet man Geschichte. Dazu trägt sicher auch bei, dass durch die dort weiterhin trainierenden Boxer und den fehlenden Luftaustausch, die Luft sehr warm ist und sehr nach Schweiß riecht.

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Zur Ritze

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Dadurch und vom Abschlussschnaps teilbenebelt sind wir gestern einfach nur ins Bett gefallen.

Und heute, ja heute wartete dann der stern auf uns. Um 10 Uhr ging es los. Das haben wir zwar nicht ganz geschafft, aber glücklicherweise waren wir rechtzeitig genug da, um uns zwei Führungen zu sichern. Das vom stern zusätzlich gebotene Programm war aber so umfangreich und vielfältig, dass wir uns hätten zerteilen müssen, um alles Interessante zu sehen. Ganz toll war zum Beispiel das Gespräch mit der online-Redaktion von stern.de. Die Chefredaktion ist unfassbar jung und produziert täglich einen aktuellen stern, während ja die Printredaktion ihr Heft einmal die Woche herausbringt. Dafür sind die dortigen Artikel ausführlicher und tiefgreifender. Aber egal welche Sparte es betrifft, jeder Artikel wird mehrfach gegengecheckt. Jeder Fakt beleuchtet.

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Tag des Journalismus – 70 Jahre stern

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Aber es gab heute auch den größten Fehltritt des stern zu begutachten: In einem extra Raum waren die originalen gefälschten „Hitler Tagebücher“ zu bewundern. Jahrelang lagen sie in den Tresoren der stern-Redaktion. Die Kladden sind nun erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden, aber es herrscht ein Fotoverbot. Interessant für mich ist immer wieder der Beschlag der gefälschten Bücher, so ist anstatt A. H. in altdeutschen Lettern F. H. zu lesen. Man hätte es ahnen können, dass dies nicht die Anfangsbuchstaben des Diktators sein können.

Zum Abschluss des Tages sind wir übrigens noch einmal unserem Guide von gestern begegnet. Er macht täglich zig Touren, er hatte eine große Gruppe bei sich. Man hatten wir es gestern gut.

Es grüßt euch herzlich aus Hamburg die Reisetante.

19.07.2018 – Ed Sheeran Konzert in Berlin

Meine Oma ist über 100 Jahre alt geworden. Für sie waren alle Menschen, die jünger waren als sie selbst, einfach „die jungen Leute“. Und diese jungen Leute können ja per se keine gesundheitlichen Probleme haben. Klagen  war also nie angebracht. 

Dies stets im Hinterkopf habend, sind wir mit unseren gerade mal 51 Lenzen ja blutjung und frisch. Dachten wir. Und dann kam das Ed Sheeran Konzert. 

Vier Stunden quasi stramm stehend zu verbringen, kann einen um Jahre altern lassen. Zumindest in den unteren Extremitäten. Gefühlt bin ich hüftabwärts gelähmt bzw. tut mir jeder Knochen weh. 

Das Konzert sollte 18:30 Uhr beginnen, hat es auch, aber natürlich erst mit der ersten Vorband. Wir hatten uns bis dahin erfolgreich ins Stadion gekämpft und auch einen recht guten Stehplatz, soweit wir dachten. Das „gefährliche“ an solchen Plätzen ist aber, dass man ihn nicht verlassen sollte. Also sind wir stehen geblieben und das durchgehend. 

Nach der ersten Vorband kam ein langer Abbau aller Instrumente. Dann die zweite Vorband. Dann wieder Ab- und Aufbau auf der Bühne. Da waren schon zwei Stunden rum und noch kein Ed zu sehen. Unsere Füße waren da aber schon megaplatt vom stehen. 

Endlich, endlich kam er dann, der Ed Sheeran. Der Applaus von den Rängen war unglaublich, da wir ja im Innenraum waren, kam er von allen Seiten. Auch Ed Sheeran schien überwältigt. Klar ist er Profi und wirkt souverän. Dabei ist er trotzdem bescheiden und sympathisch. Ein netter Kerl halt. So wie man ihn aus dem Fernsehen kennt. 

Komischerweise hatten wir aber genau ab seiner Performance einen eigenartigen Hall an unserem Platz. Nicht die allerbeste Akustik. 

Aber die Leinwände waren groß und wir konnten alles gut erkennen. Interessant war  dann, dass Ed Sheeran zur Zugabe mit dem Fußballtrikot der deutschen Nationalmannschaft kam. Unsere mit uns Stehenden fanden das echt mutig. Unsere Fußballjungs sind ja seit dem Vorrunden-Aus bei der WM so was von unten durch.

Irgendwann werden Annett und ich sicher in der Rückblende auf diesen Abend davon schwärmen, dass wir beim Ed Sheeran Konzert im Olympia Stadion in Berlin waren. Da erinnert man sich nicht mehr an die schmerzenden Beine. So was wird dann ausgeblendet.

Für heute sind wir uns erstmal einig, dass wir in Zukunft lieber Sitzplätze in den Rängen nehmen wollen. Da kann man ja auch aufspringen, wenn es toll wird. 

Und meine Oma hat mit Sicherheit nie etwas ähnliches wie ein Rockkonzert besucht.

Ed Sheeran Konzert in Berlin

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2018 – Inselhopping Griechenland – Eine Empfehlung?

Auch 24 Stunden nach unserer Heimkehr und fast 48 Stunden nach den beiden letzten Bootsfahrten spüren wir immer noch ein deutliches Nachschwanken im Körper (oder nur im Kopf?). Gerade die Fahrt mit dem schnellen SeaJet hat deutliche Spuren hinterlassen. Der Grund ist sicher das schnelle Auf und Ab des Bootes ohne ins Freie schauen zu können.

Wenn wir also den Urlaub körperlich noch so sehr spüren, erlaubt sich ein Rückblick. Deshalb die Frage: Würden wir Inselhopping in Griechenland weiterempfehlen? Na klar. Vielleicht etwas abgewandelt zu dem wie wir es hatten, aber es war auf jeden Fall ein Gesamterlebnis, das man nicht so schnell vergisst.

Toll fanden wir vor allem Paros. Die Insel hatte für uns am meisten zu bieten. Sie ist nicht so überlaufen, Touristen kommen aber trotzdem auf ihre Kosten, zudem ist die Insel gepflegt und hat nette und pittoreske Städtchen. Naxos glänzte vor allem mit seinen tollen Stränden. Und Santorini würde ich eher in der Vor- oder Nachsaison empfehlen. Es ist sehr schön dort, aber einfach zu voll. Die Insel ist voll im Trend und das heißt alle wollen dort sein. Für mich ist das schon Übertourismus.

Hatten wir Spaß? Auf jeden Fall. Nichts kam zu kurz, Sightseeing genauso wie Badevergnügen. Immer gutes (heißes) Wetter und leckeres Essen, dazu entspannte Griechen, so soll Urlaub sein. Wir haben am Ende auch alles gefunden, sogar den Sonnenuntergang.

Damit man den Sonnenuntergang auch findet.

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Und wie war die Organisation unserer Pauschalreise? Die war auch spitze. Wir wurden immer und überall gut von A nach B gebracht. Einzig die Hotelauswahl entsprach zum Teil nicht unseren Wünschen. Da wir keinen Einfluß hatten und die Zimmer nur zugeteilt wurden, wußten wir weder wo wir landen werden, noch konnten wir ein Hotel aussuchen.

Übrigens gibt es immer mal wieder Fragen, warum ich denn nie auf Bildern zu sehen bin. Das liegt natürlich daran, dass der Fotograf ja hinter der Kamera steht. Deshalb hatte Stephanie diesmal den Auftrag auch mal gegenzuknipsen. Die Ergebnisse sind nicht immer schön…

Ines im Urlaub

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Annett und Ines in Griechenland

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Zum Schluss der etwas anderer Reiserückblick in Bildern: Stephanie hat wie immer an verschiedenen Orten ihre Handstände zelebriert, ob am Strand, vor antiken Sehenswürdigkeiten, am Hafen, auf dem Vulkan oder vor einem Blumenmeer. Seht selbst.

Handstand geht immer

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Es gibt ja noch mehr griechische Inseln zu entdecken. Die nächste Tour wartet also.