19.07.2018 – Ed Sheeran Konzert in Berlin

Meine Oma ist über 100 Jahre alt geworden. Für sie waren alle Menschen, die jünger waren als sie selbst, einfach „die jungen Leute“. Und diese jungen Leute können ja per se keine gesundheitlichen Probleme haben. Klagen  war also nie angebracht. 

Dies stets im Hinterkopf habend, sind wir mit unseren gerade mal 51 Lenzen ja blutjung und frisch. Dachten wir. Und dann kam das Ed Sheeran Konzert. 

Vier Stunden quasi stramm stehend zu verbringen, kann einen um Jahre altern lassen. Zumindest in den unteren Extremitäten. Gefühlt bin ich hüftabwärts gelähmt bzw. tut mir jeder Knochen weh. 

Das Konzert sollte 18:30 Uhr beginnen, hat es auch, aber natürlich erst mit der ersten Vorband. Wir hatten uns bis dahin erfolgreich ins Stadion gekämpft und auch einen recht guten Stehplatz, soweit wir dachten. Das „gefährliche“ an solchen Plätzen ist aber, dass man ihn nicht verlassen sollte. Also sind wir stehen geblieben und das durchgehend. 

Nach der ersten Vorband kam ein langer Abbau aller Instrumente. Dann die zweite Vorband. Dann wieder Ab- und Aufbau auf der Bühne. Da waren schon zwei Stunden rum und noch kein Ed zu sehen. Unsere Füße waren da aber schon megaplatt vom stehen. 

Endlich, endlich kam er dann, der Ed Sheeran. Der Applaus von den Rängen war unglaublich, da wir ja im Innenraum waren, kam er von allen Seiten. Auch Ed Sheeran schien überwältigt. Klar ist er Profi und wirkt souverän. Dabei ist er trotzdem bescheiden und sympathisch. Ein netter Kerl halt. So wie man ihn aus dem Fernsehen kennt. 

Komischerweise hatten wir aber genau ab seiner Performance einen eigenartigen Hall an unserem Platz. Nicht die allerbeste Akustik. 

Aber die Leinwände waren groß und wir konnten alles gut erkennen. Interessant war  dann, dass Ed Sheeran zur Zugabe mit dem Fußballtrikot der deutschen Nationalmannschaft kam. Unsere mit uns Stehenden fanden das echt mutig. Unsere Fußballjungs sind ja seit dem Vorrunden-Aus bei der WM so was von unten durch.

Irgendwann werden Annett und ich sicher in der Rückblende auf diesen Abend davon schwärmen, dass wir beim Ed Sheeran Konzert im Olympia Stadion in Berlin waren. Da erinnert man sich nicht mehr an die schmerzenden Beine. So was wird dann ausgeblendet.

Für heute sind wir uns erstmal einig, dass wir in Zukunft lieber Sitzplätze in den Rängen nehmen wollen. Da kann man ja auch aufspringen, wenn es toll wird. 

Und meine Oma hat mit Sicherheit nie etwas ähnliches wie ein Rockkonzert besucht.

Ed Sheeran Konzert in Berlin

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2018 – Inselhopping Griechenland – Eine Empfehlung?

Auch 24 Stunden nach unserer Heimkehr und fast 48 Stunden nach den beiden letzten Bootsfahrten spüren wir immer noch ein deutliches Nachschwanken im Körper (oder nur im Kopf?). Gerade die Fahrt mit dem schnellen SeaJet hat deutliche Spuren hinterlassen. Der Grund ist sicher das schnelle Auf und Ab des Bootes ohne ins Freie schauen zu können.

Wenn wir also den Urlaub körperlich noch so sehr spüren, erlaubt sich ein Rückblick. Deshalb die Frage: Würden wir Inselhopping in Griechenland weiterempfehlen? Na klar. Vielleicht etwas abgewandelt zu dem wie wir es hatten, aber es war auf jeden Fall ein Gesamterlebnis, das man nicht so schnell vergisst.

Toll fanden wir vor allem Paros. Die Insel hatte für uns am meisten zu bieten. Sie ist nicht so überlaufen, Touristen kommen aber trotzdem auf ihre Kosten, zudem ist die Insel gepflegt und hat nette und pittoreske Städtchen. Naxos glänzte vor allem mit seinen tollen Stränden. Und Santorini würde ich eher in der Vor- oder Nachsaison empfehlen. Es ist sehr schön dort, aber einfach zu voll. Die Insel ist voll im Trend und das heißt alle wollen dort sein. Für mich ist das schon Übertourismus.

Hatten wir Spaß? Auf jeden Fall. Nichts kam zu kurz, Sightseeing genauso wie Badevergnügen. Immer gutes (heißes) Wetter und leckeres Essen, dazu entspannte Griechen, so soll Urlaub sein. Wir haben am Ende auch alles gefunden, sogar den Sonnenuntergang.

Damit man den Sonnenuntergang auch findet.

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Und wie war die Organisation unserer Pauschalreise? Die war auch spitze. Wir wurden immer und überall gut von A nach B gebracht. Einzig die Hotelauswahl entsprach zum Teil nicht unseren Wünschen. Da wir keinen Einfluß hatten und die Zimmer nur zugeteilt wurden, wußten wir weder wo wir landen werden, noch konnten wir ein Hotel aussuchen.

Übrigens gibt es immer mal wieder Fragen, warum ich denn nie auf Bildern zu sehen bin. Das liegt natürlich daran, dass der Fotograf ja hinter der Kamera steht. Deshalb hatte Stephanie diesmal den Auftrag auch mal gegenzuknipsen. Die Ergebnisse sind nicht immer schön…

Ines im Urlaub

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Annett und Ines in Griechenland

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Zum Schluss der etwas anderer Reiserückblick in Bildern: Stephanie hat wie immer an verschiedenen Orten ihre Handstände zelebriert, ob am Strand, vor antiken Sehenswürdigkeiten, am Hafen, auf dem Vulkan oder vor einem Blumenmeer. Seht selbst.

Handstand geht immer

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Es gibt ja noch mehr griechische Inseln zu entdecken. Die nächste Tour wartet also.

2018 – Inselhopping Griechenland – Santorini – Oia

Tag zwei unseres Aufenthaltes auf Santorini ist dem Dorf Oia gewidmet. Es ist mit Abstand das schönste und berühmteste Dörfchen auf der Insel. Da wir schon am frühen Nachmittag mit dem Bus angekommen sind, ist es (überraschend) angenehm leer in Oia. Die Gässchen sind fast schon verträumt, es gibt Schattenplätze und wirklich geschmackvolle Läden. Hier lässt es sich aushalten. Jedes Foto wird ein Treffer, so schön ist es hier.

Oia Santorini

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Weil es so schön ist in Oia, gibt es noch ein paar Fotos.

Oia

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Und hier in Oia soll es angeblich den schönsten Sonnenuntergang der Welt zu sehen geben. Jeder will ihn sehen! Je später am Tag es also wird, desto mehr und mehr Besucher und vor allem Reisegruppen kommen. Bald ist es nur noch eng. Und natürlich haben die Reiseleiter Tipps für ihre Schützlinge. Alles sammelt sich bald an den besonders beliebten Punkten.

Dummerweise haben wir uns für den Sonnenuntergang den falschen Platz gesucht, denn als wir dort ankommen ist da gar keine Sonne mehr. Jetzt bleibt nur noch der Platz wo alle hingehen oder schon sind. 

Und es sind viele. Immerhin herrscht akustische Lagerfeuerstimmung. Irgendjemand spielt Gitarre und singt dazu. Bald habe ich mehr Spaß daran, die Leute zu fotografieren wie sie da so alle stehen, als mich zu recken und strecken für ein bisschen Sicht. 

Alle, alle wollen zum Sonnenuntergang in Oia

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Für mich war das am Ende wenig romantisch, auch wenn bei den letzten Zuckungen der Sonne von allen Seiten heftig applaudiert wurde. 

Sonnenuntergang in Oia

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Mein Stativ hatte ich somit auch umsonst umhergetragen. Das doofe Ding hat mich eh nur geärgert. Aus irgendeinem Grund hatte ich nämlich eine kleine aber wichtige Mutter verloren. Seitdem fielen mir ständig Teile des Stativs runter, weil sie nicht mehr hielten. Und in Oia passierte dann das schlimmste: Eine wichtige Schraube sprang auf den Weg und kullerte dann auf ein entferntes Vordach. Na toll. Aber es kam eine Retterin in der Not. Der Sprache nach war es eine Amerikanerin. Sie zog sich flux die Schuhe aus und kletterte über die Absperrung. Ihr Freund rief noch „be carefull“ hinterher und das habe ich dann auch gerufen. Niemals hätte ich das gewagt oder von jemandem verlangt. Sie tat es aber  einfach und brachte mir meine Schraube zurück. Ist doch nett.

Zusammenfassend kann ich sagen, wir waren dort und wir hatten einen Sonnenuntergang. Aber es geht besser. Nur wenige Tage davor in Naxos am Hafen zum Beispiel. Vielleicht erinnert ihr euch an meine Bilder. Und da saßen wir ganz entspannt und ohne Gedränge und hatten ein wunderbares Essen dazu. 

Aber es gibt von mir doch einen Tipp, wie ihr auch in Oia auf Santorini richtig romantische Sonnenuntergänge erleben könnt. Wer es sich nämlich leisten kann, sollte sein Zimmer direkt in Oia buchen. Hat die Unterkunft den richtigen Blickwinkel, kann dann nichts mehr schiefgehen. Dann habt ihr eure Privatterrasse ganz für euch allein.

2018 – Inselhopping Griechenland – Santorini und Rückkehr

Unser letzter Tag auf Santorini ist dahingehend ungewöhnlich, weil ihm keine  Übernachtung folgt. Unser Reiseunternehmen hat uns nämlich so geplant, dass unsere Rückfahrt nach Athen erst 19:15 Uhr beginnt. 

Und damit diese schneller vonstatten geht, wurde dafür diesmal keine Fähre sondern der SeaJet gebucht. Das ist ein sehr schnelles Boot, das anstatt 7 Stunden nur 5 für die Überfahrt nach Athen braucht. 

So können wir also den Tag noch voll nutzen und hatten sogar genug Zeit für einen besonderen Ausflug per Boot. Bei diesem wird zunächst ein Badestopp bei den heißen Quellen eingelegt und danach wird Nea Kameni angesteuert. 

Schiffe vor der Vulkaninsel Nea Kameni

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Wie ihr vielleicht noch wisst, ist Nea Kameni ja der neue Teil des großen Vulkans aus dem ganz Santorini besteht. Nachdem vor ca. 3500 Jahren bei einer massiven Eruption große Teile der damaligen Insel versanken, entstand ein Archipel, da die Caldera mittig voll Meerwasser lief. Der weiter aktive Vulkan spuckte danach aber unter Wasser weiter Lava aus, bis mittig Nea Kameni empor kam. Die jetzt unbewohnte Insel kann nun mit Führer bestiegen werden, was der zweite Teil unseres Ausfluges war.

Auf dem Vulkan

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So klein sind die Menschen auf dem Vulkan. Könnt ihr sie erkennen?

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Dabei kann man Krater und viel Lavagestein begutachten. Ab und an kann man sogar schon Leben zwischen dem Geröll finden. Und im Frühling muss es richtig geblüht haben, man sieht noch die Reste der Blüten auf manchen Hügeln.  

Wenig Leben auf dem Vulkan

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Zurück zu den heißen Quellen. Unser Führer auf dem Boot machte uns richtig Angst davor darin zu baden. Diese haben natürlich auch mit dem Vulkan zu tun und sind deshalb sehr schwefelhaltig. Außerdem wechselt durch den Eintritt des Quellwassers in das Meer die Temperatur von Meter zu Meter, was für manchen wohl zu Unbehagen führen kann. Und auch der Untergrund ist ungemütlich und besteht aus spitzen Steinen. Asthmatiker und Herzkranke wurden schon mal ganz ausgeschlossen. Gut schwimmen können ist sowieso obsolet. Bei Annett wirkte die Angstmache sofort, sie guckte uns lieber vom Boot aus zu. Ich war dann wenigstens halb mutig und schwamm ein wenig um das Boot herum. Alle Ausflügler aus dem Nachbarboot bekamen sogar Schwimmnudeln zur Sicherheit.

Aber Stephanie hat das alles nicht gestört. Sie sprang einfach ins Wasser und schwamm dann mitten in die Quelle und stellt euch vor, sie kam auch heil zurück. Zurück an Bord fiel uns gleich die gelbe Farbe an uns auf. Das war vom Schwefel und der wollte auch nicht so schnell weichen. Das Zeug klebte auf der Kleidung und der Haut. Und nach der Klettertour auf dem Vulkan waren wir zusätzlich noch eingestaubt mit Lavaresten.

Schwimmen in Hot Springs vor Santorini

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Blöd halt nur, dass wir kein Zimmer mehr hatten und somit nicht duschen konnten.

Aber Rettung nahte in Form des Hotelpools. Unsere Koffer standen ja eh noch dort und so konnten wir flugs hineinspringen.

Der Dreck ging ab, nur unsere Fußsohlen waren plötzlich blau! Wie war das möglich? Bei genauem Betrachten war sogar alles blau, was irgendwie Kontakt zum Boden oder dem Rand des Pools hatte. Wir hatten also nicht irgendeine Reaktion auf den Schwefel auf der Haut, sondern die Poolfarbe klebte einfach an uns.

Baden im schlumpfblauen Pool. Hinterher hatten wir blaue Füße.

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Naja, ich hätte das Hotel eh nicht weiterempfohlen. Der Chef war zwar nett, aber die Zimmer nicht so wirklich schön. Wir hatten auch noch Souterrain und neben unserem Fenster direkt einen Weg. Das heißt, wenn wir im Bett lagen, liefen nur wenige Zentimeter von unseren Köpfen entfernt Füße an uns vorbei. Dummerweise auch nachts, denn es gab offensichtlich viele Spätheimkehrer. Auch bretterten gerne  Mopeds vorbei.

Zusätzlich dazu war das Zimmer offenbar für Zwergen gemacht, denn die Brause in der Dusche hing auf gerade mal 1m Höhe. Der Spiegel im Bad wiederum bildete gut meinen Körper ab, nicht aber meinen Kopf. So niedrig hing er. Was noch? Stephanie hatte Kakerlaken im Zimmer und über uns starteten und landeten rund um die Uhr die Flugzeuge vom nahen Flughafen. Ein Erlebnishotel kann man so sagen. 

Apropos Erlebnis: Unser SeaJet Boot nach Athen sollte ja eigentlich heute Abend 19:15 Uhr von Santorini aus starten. Leider hatte das Schiff schon fast zwei Stunden Verspätung ehe es überhaupt ankam. Die Kellner im Hafen wussten das schon, ist wohl jeden Tag so. 

Uns blieb also nichts weiter übrig, als gemütlich am Hafen zu warten bis unser SeaJet endlich kam. Er ist neben den Fähren optisch nur ein Bötchen. Aber der Kleine hat Feuer unter dem Hintern. Man sitzt darin fast wie im Flugzeug und es fühlt sich auch ein bisschen so an. Aber es gibt deutliche Bewegungen, die ich nicht so schnell vergessen werde. Jetzt am nächsten Tag, da ich dies schreibe, hört es nämlich nicht auf in meinem Kopf zu schwanken. Zuerst dachte ich tatsächlich kurz an ein Erdbeben. Aber es ist das Schiff und sicher spielt auch noch die völlige Übermüdung eine Rolle. 

Wir sind nämlich tatsächlich erst 1:27 Uhr in Athen angekommen. Also mitten in der Nacht, wohlgemerkt. Reguläre Ankunft wäre 23:50 Uhr gewesen. Aber unser lieber Chauffeur hat auf uns gewartet. Der arme Kerl stand seit 23 Uhr am Hafen. Und das bei nächtlicher Hitze. Als wir ankamen waren es nämlich immer noch 31 Grad in Athen. Nicht zu fassen. Übrigens selbst um diese Uhrzeit ist noch viel los in Athen. Und es gibt sogar noch aktive Lieferdienste. Wir sahen zum Beispiel einen Mopedfahrer, der gerade Souvlaki ausfuhr. 

So nun aber genug von mir. Wir sind heute 5 Uhr aufgestanden, haben einen Flug hinter uns und fahren jetzt nach Hause….Tschüß 

 

2018 – Inselhopping Griechenland – Santorini – Fira

JEDER sucht auf Santorini den Sonnenuntergang. Damit übertreibe ich nicht. Und das hat natürlich mit der Besonderheit der Insel zu tun, nämlich damit dass wir uns hier auf einem Vulkan befinden. Auch wenn die ringförmige Struktur der Caldera nicht mehr vollständig ist, gibt es doch genug Plätze am Kraterrand, die den optimalen Blick versprechen. Hier seht ihr Stephanie bei genau dieser Aktivität in der Abendsonne.

Stephanie fotografiert den Sonnenuntergang in Fira auf Santorini

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Je nach Sonnenstand hat man natürlich (auch tagsüber) mal an der einen, mal an der anderen Stelle den besten View. 

Ich hatte ja schon erzählt, dass ich dummerweise meinen Reiseführer zu Hause hab liegen lassen. In diesen wollte ich natürlich gucken und uns dann gleich zu den richtigen Stellen lotsen. Klar hatte ich noch so halb abgespeichert, dass wir auf den Kraterrand müssen. 

Auch hatte ich euch schon berichtet, dass wir bei unserem Inselhopping immer erst am Anreisetag vor Ort erfahren, wo wir übernachten werden. Also wussten wir vorher wirklich nur die Insel und sonst nicht wo wir landen würden. Das ist echt blöd und ich würde das auch nie wieder so buchen. So hatten wir überhaupt keinen Plan, was sich in der Nähe des Hotels so lohnen könnte anzusehen.

Im Fall von Santorini habe ich deshalb den netten Hotelchef unserer Unterkunft nach ein paar Tipps gefragt. Er empfahl zunächst mal eine Fahrt mit dem Bus nach Fira, der Inselhauptstadt. Wir selbst waren in Kamira untergebracht, direkt am Strand, der übrigens hier aus schwarzem Lavakies besteht. 

Mit dem Bus ist man übrigens auf allen griechischen Inseln gut und preiswert unterwegs. Die Fahrt kostet nur 1,80 Euro pro Person. Allerdings ist ja gerade Hauptsaison und so eine Busfahrt kann da zum Abenteuer werden. Da jeder mitgenommen wird, herrschen Zustände wie man sie aus dem Fernsehen von der Rushhour in Tokio kennt. Eingeklemmt an der Ausgangstür des Busses  und auf einem Bein stehend, haben wir so eine Fahrt ins Ungewisse angetreten. Denn natürlich kannten wir die Gegend nicht und haben zusätzlich absolut nichts gesehen. Es gab auch keine Haltestellenhinweise. Aber in jedem Bus fährt ein Fahrkartenverkäufer mit. Und egal wie voll es ist, der Fahrkartenverkäufer findet dich. Und er ist es auch, der die Haltestellen durchruft. Am Ende sind wir also richtig in Fira gelandet. 

Was sich schon beim Verlassen der Fähre in Santorini am Hafen angedeutet hatte, war in Fira dann nicht mehr zu übersehen: Menschen über Menschen und noch mehr Menschen.

In der Fähre kurz vor Santorini

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Menschenmassen am Hafen von Santorini

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Zwar werden die Touristen auf der ganzen Insel untergebracht, aber offensichtlich sind die meisten in Fira. Zumal hier zusätzlich noch die Gäste der Kreuzfahrtschiffe hinzukommen. Diese werden unten auf der Insel abgesetzt und haben dann verschiedene Möglichkeiten, nach oben zu kommen: Erstens könnten sie hoch laufen. Das machen wahrscheinlich die wenigsten. Zweitens gibt es Esel, auf denen man reitend nach oben kommen könnte. Und drittens gibt es die Seilbahn.

Kreuzfahrtschiff unter Fira, Santorini, Massentourismus

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Seilbahn oder Esel

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So und jetzt wird es lustig bzw. peinlich für uns. Ahnungslos wo wir genau in Fira waren,  dachten wir, wir müssten nach oben. Also auf zur Seilbahn. Die Schlange war lang. Irgendwann hatten wir drei Tickets gekauft. Aber es hieß weiter warten. Da blieb Zeit für einen Blick auf die Fahrkarte. Da stand eindeutig „down“. Wie jetzt „down“? Wir wollten doch „up“, also hoch. Ich verlasse kurz die Schlange, um nochmal nachzufragen. Die Kassiererin versteht mich nicht richtig, denkt ich frage nach einer Hin- und Rückfahrt. Sie schickt mich wieder in die Schlange. Aber mein Missfallen steigt. Zusammen mit Stephanie und Annett gehe ich noch einmal fragen. Ich sage, dass wir doch hoch wollen und nicht runter. Warum steht denn „down“, also „runter“ auf dem Beleg. Sie guckt ungläubig, wir auch. Auflösung: Wir sind schon oben! Durch die Fahrt mit dem Bus, auf der wir nichts gesehen hatten und dann das Schieben durch die Menschenmassen, bei dem wir auch nichts gesehen hatten, war mir völlig die Orientierung verloren gegangen. Also auf zum Kraterrand. Er war nur wenige Meter von der Seilbahnstation entfernt. Übrigens haben wir unser Geld für das Seilbahnticket zurück bekommen. 

Endlich das was wir wollten. Der Blick ist fantastisch. Wir erleben den Sonnenuntergang im Restaurant. Aber es ist noch nicht DER Sunset. Den gibt es nur in Oia.

Am Kraterrand in Fira bei Abendstimmung

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Bitte oben durchklicken.

Fira Abendstimmung vom Kraterrand aus

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2018 – Inselhopping Griechenland – Santorini allgemein

Nach meinen ersten Eindrücken von Santorini  wollte ich eigentlich an dieser Stelle einen totalen Verriss über die Insel schreiben. Und meine Überschrift sollte lauten: „Santorini – überlaufen, überteuert, überbewertet“. Genau das waren nämlich meine Gedanken nach der Ankunft und dem ersten Abend in der Inselhauptstadt Fira. Wir hatten uns stundenlang nur durch Menschenmassen geschoben. Es langte mir.

Tatsächlich würde ich auch jetzt noch, bei Abfahrt zurück nach Athen, obigen Adjektiven zustimmen. Aber es gibt eben auch diese sehr schönen Ecken auf Santorini, so dass ich doch relativieren muss.

Wenn es also hier so sehr überlaufen ist, warum kommen denn dann immer mehr Touristen ausgerechnet hierher? Es ist dieses Klischee vom perfekten griechischen Ort. Diese Kombination aus Naturschönheit und griechischem Flair gibt es auf Santorini  tatsächlich. Seht euch die von mir gemachten Fotos an. Jedes könnte eine Postkarte sein. Weiße Häuser, die berühmten blau-bedachten Kirchen, dazwischen Windmühlen und das Meer in der Ferne. Ich habe diese Bilder im Dorf Oia gemacht und natürlich kann ich nur empfehlen, euch dieses einmal anzuschauen. Ich komme später noch einmal darauf zurück. Zunächst aber etwas zur interessanten Entstehung von Santorini.

Oia

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Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und man kann auf Luftaufnahmen gut die ringförmige Struktur der Caldera erkennen. 

Eine gewaltige Eruption, datiert zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert vor Christus (!), führte zum teilweisen Untergang der damals bewohnten Insel. Da die Mitte des Vulkans dabei quasi weggesprengt wurde, füllte sich die Caldera schließlich mit Meerwasser.

Gesteinsschichten vulkanischen Ursprungs in der Caldera-Wand von Santorini

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Man konnte inzwischen übrigens nachweisen, dass der durch diese Eruption entstandene Tsunami auch auf Kreta Spuren hinterlassen hatte.

Übrigens ist der Vulkan auch weiterhin aktiv. Zunächst „arbeitete“ er aber unter Wasser weiter. Erste überseeische Aktivitäten gab es dann erst wieder nachweisbar ab dem Jahr  197 vor Christus. Daraus entstand die jetzt in der Mitte des Archipels zu sehende neue Insel Nea Kameni. Sie ist immer noch karg und fast nicht bewachsen. Wir haben sie per Boot besucht und dann eine kleine Klettertour zum Gipfel unternommen. Man kann sich die Krater ansehen und wenn man an der richtigen Stelle steht, weht einem Schwefelgeruch in die Nase, der vom Inneren aufsteigt. 

Der letzte Ausbruch des Vulkans war 1950. Aber jedem hier ist klar, dass wir nur eine Momentaufnahme der Geschichte von Santorini sehen. Jederzeit könnte sich die Gestalt der Insel ändern. 

Solange alles aber so ist wie es ist, genießen wir einfach den Blick von der Caldera, am oberen Kraterrand.

Im nächsten Artikel erzähle ich euch von unserer Suche nach dem Sonnenuntergang

2018 – Inselhopping Griechenland – Naxos

Unser zweiter Inselhopping-Stopp ist die größte Kykladeninsel Naxos. Interessanterweise habe ich in allen Artikeln über die Insel immer gelesen, dass sie im Verhältnis zu den anderen die grünste sein soll. Allerdings ist es jetzt im Juli, zumindest in der Gegend in der wir waren, ebenso trocken wie woanders auch. Das liegt natürlich am fehlenden Regen und den durchgehend hohen Temperaturen. Dass es in Naxos trotzdem Landwirtschaft gibt, inklusive Viehzucht von Schweinen und Rindern, kann man hier jeder Speisekarte entnehmen. Überall werden lokale Produkte angeboten. Die sonnengereiften Tomaten schmecken zum Beispiel fantastisch. Dazu gibt es natürlich immer auch Köstlichkeiten aus dem Meer wie frischen Fisch, aber auch Oktopus und Algen (!) im Angebot. Haben wir alles probiert. 

Meeresköstlichkeiten

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Naxos ist zusätzlich aber noch ein Badeparadies mit wirklich wunderschönen Sandstränden. Und trotzdem wir ja eigentlich nicht so die Strandlieger sind, haben wir uns diesmal eine richtige Auszeit genehmigt und waren mal so richtig lazy. Das heißt wir haben uns am Strand jeder eine Liege geleistet, schön mit Schirm und Bedienung durch die Kellner der anliegenden Bar. Klingt irgendwie dekadent, wenn ich das so schreibe. Zumal auch noch ein thailändischer Masseur unsere Rücken massiert hat.

Sandstrände von Naxos

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Natürlich waren wir nicht die Einzigen, die sich so wie wir ein bisschen Luxus geleistet haben. Ich denke mal die schönen Strände, das verlässliche Sommerwetter und die moderaten Preise sind wohl die Hauptgründe warum die meisten Urlauber hier sind. Zudem findet jeder am Meer seinen Platz, auch sehr ruhig wenn gewünscht. Ein paar Meter laufen und schon ist man ganz alleine. Und wer danach Abendunterhaltung und Gaststätten sucht, hat hier auch mehr als genug Auswahl.

Aber warum ist Naxos im Gegensatz zu manch anderer griechischen Insel nicht ganz so überlaufen und herausgeputzt? Sicher liegt das zum einen daran, dass die anderen Inseln schon etablierter sind. Zusätzlich aber auch daran, dass Naxos nur einen kleinen Flughafen hat, der auch nicht international angeflogen wird. Selbstverständlich kann man aber hierher mit der Fähre kommen, so wie wir das im Rahmen unserer Inselhopping-Tour gemacht haben.

Natürlich gibt es hier aber nicht nur Strand und Party, sondern auch Historisches zu entdecken. Mir ist aber aufgefallen, dass zum Beispiel die Altstadt von Naxos Stadt (auch Chora genannt), deutlich weniger in Schuss ist, als die von den Städten auf Paros oder Santorini. 

Altstadt von Naxos Stadt

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Ein Gang durch die Gässchen lohnt aber allemal, gerade weil es hier nicht nur geleckt aussieht und viel Ursprüngliches entdeckt werden kann. Pflichtprogramm für uns war aber natürlich das Wahrzeichen der Insel, die Portara von Naxos. Dieses Tempeltor ist das letzte intakte Teil des nie fertiggestellten Apollon-Tempels aus dem 6. Jahrhundert vor Christus. Es ist aus hiesigem Marmor gefertigt und 5,95 Meter hoch und 3,65 Meter breit. 

Während der Rest dieser Anlage quasi als Steinbruch nach und nach für andere Bauwerke verwendet wurde, blieb das Portal als einziges stehen. Es liegt erhöht und ein wenig außerhalb von Naxos Stadt auf einer Halbinsel und bietet von dort einen wunderbaren Blick auf den Hafen und den Ort.

Portara von Naxos

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Weitere Sehenswürdigkeiten der Insel haben wir allerdings diesmal nicht angeschaut und das hatte schlicht und einfach mit der Hitze zu tun. Deshalb der Tipp an alle Kulturfans: Kommt lieber im Frühling oder Herbst. 

Wir haben damit einen Grund gefunden zum Wiederkommen.

Fähre im Sonnenuntergang vor Naxos

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2018 – Inselhopping Griechenland – Paros – Schönster Ort, Geheimtipp und Schmetterlinge

Kennt ihr das, da verreist man mit viel Gepäck und trotzdem hat man immer irgendwas Wichtiges vergessen. Dummerweise war es diesmal mein extra gekaufter Reiseführer für die Kykladeninseln. Aber wozu gibt es Smartphones, wichtig ist nur WLAN. 

So habe ich mir also die Tipps für Paros im Internet zusammen gesucht. Und es gibt ja durchaus Einiges hier zu entdecken und die begrenzte Zeit wollen wir natürlich nutzen.

Als erste Destination haben wir uns deshalb gestern Lefkes angeschaut. Dieser kleine Ort wurde vielfach in Reiseforen als schönster der Insel bezeichnet. Er liegt mitten auf Paros, also nicht am Meer, und ist mit dem Bus gut erreichbar. Allerdings gibt es keine Displays  im Bus, sondern nur Ansagen. Und genau das führte dazu, dass wir prompt am falschen Ort ausgestiegen sind. Warum auch immer ich das angesagte „Kostos“ mit Lefkes verhört habe, Annett und Stephanie haben es nicht angezweifelt. Und so sind wir als so ziemlich die Einzigen dort raus. Der Bus fuhr ohne uns weiter, wir drehen uns um und da stehen wir plötzlich vor einem Schild mit der Aufschrift „Welcome to Kostos“. Immerhin gab es ein bisschen was anzugucken (mehrere Kirchen) in der halben Stunde Wartezeit bis zum nächsten Bus. Aber es war heiß und so blieb es auch.

Kostos

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Mein Dauerbrenner als Ohrwurm ist sowieso schon seit Tagen der Song „Heißer Sand“ von Mina aus dem Jahr 1962. Fragt mich nicht warum ausgerechnet so ein Schlager, muss an der Wärme liegen. 

Zurück zu Lefkes. Natürlich sind wir noch gut dort angekommen. Der Ort ist wirklich schön mit seinen engen Gassen und den typischen weißen Häusern. Aber vor allem ist das Dorf durch die auf einem Hügel liegende Kirche Agia Triada geprägt. Auch der dahinter liegende Friedhof ist interessant. 

Lefkes

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Aber wie das so ist, wenn jemand behauptet, das eine wäre am schönsten. Vielleicht gibt es ja doch wie bei Schneewittchen hinter den Bergen nicht noch etwas viel Schöneres. Ich hatte nämlich von einem Geheimtipp gelesen, dem Fischerdorf Naoussa. Und was soll ich sagen, dieser Ort ist tatsächlich etwas ganz besonderes. Hier gibt es so viel zu gucken, jede Gasse ist ein Schmuckstück, der Hafen ist total interessant mit den vielen Fischern die ihre Netze flicken. Einfach nur toll, toll, toll. Ein wirkliches Highlight. Gerne hätten wir hier einen ganzen Tag verbracht, aber da wir morgen ja schon weiter reisen, mussten ein paar Stunden reichen. Denn wir wollten unbedingt noch das Tal der Schmetterlinge sehen. Aber klickt euch doch erst einmal durch die Bilder von Naoussa.

Naoussa

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So nun also zu den Schmetterlingen, die  eigentlich gar keine sind, sondern Nachtfalter. Sie leben zu Tausenden (vielleicht sind es auch nur Hunderte) in einem abgeschiedenen Tal. Eine Quelle sorgt hier für ständig feuchte Luft und gutes Wachstum von vielen Pflanzen, von denen sie am meisten den Efeu mögen. Während der Paarungszeit im Sommer sind sie besonders gut zu beobachten. Meist sitzen sie einfach nur ruhig auf Blättern. Ihre Färbung ist mit geschlossenen Flügeln etwas unauffälliger. Fliegen sie aber doch auf, sieht man ihre teils auffällig orange Färbung. Leider sind sie im dunklen Wald und bei schnellem Auffliegen einfach nicht zu fotografieren. Stephanie hatte aber Glück. Seht selbst…

Schmetterlingstal

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Übrigens „Heißer Sand“ ist immer noch in meinem Kopf. 

2018 – Inselhopping Griechenland – Paros – Parakia

Wie ihr ja inzwischen wisst, hat es uns dieses Jahr nach Griechenland gezogen. Genauer gesagt zum Inselhopping. Paros ist dabei unser Startpunkt. Die Insel liegt im Zentrum der Kykladen und ist eine von ca. 2200 Eilanden dieser Inselgruppe der Ägäis. Von diesen sind allerdings nur 33 bewohnt. 

Übrigens gibt es einen weiteren und sehr passenden Namen für diese Gegend, nämlich „Die weißen Inseln“. Das hat mit der typischen Bauweise der Häuser hier zu tun. Diese sind mehrheitlich weiß gestrichen. So bilden sie einen tollen Kontrast zum dunklen Meer und es entsteht die weltberühmte Optik, die jeder mit Griechenland in Verbindung bringt.

Und tatsächlich kann man an jeder Ecke wunderschöne Fotos schießen. Wir hatten schon am Anreisetag sofort dazu Gelegenheit, wie ihr hier sehen könnt. Vergesst nicht die Fotos weiterzuklicken.

Parikia, Paros

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Vielfach bilden die rosarot blühenden Bougainvillea einen Kontrast neben den strahlend weißen Gebäuden. Ist der Anblick nicht fantastisch? Diese Bilder sind alle in der Altstadt von Parikia, dem Hauptort von Paros, entstanden. 

Natürlich ist der Ort auch historisch interessant. Da wäre zum Beispiel das Kastro-Viertel aus dem 13. Jahrhundert, mit dem hier liegenden fränkischen Fort. Die Bauweise dieser Anlage ist besonders bemerkenswert, denn als Baustoff dienten Teile eines alten Apollo-Tempels. 

Kastro-Viertel, fränkisches Fort

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Das ist euch nicht alt genug? Es gibt hier auch einen ca. 3000 Jahre alten Friedhof (Ancient Cementry). Wobei dieser bei unserem Besuch eingezäunt und abgeschlossen war. Ich habe deshalb ein paar Fotos durch den Zaun geschossen. Unweit des (ebenfalls geschlossenen) archäologischen Museums stehen aber einige genauso alt aussehende Grabmale, die frei zugänglich waren. 

Ancient Cementry, 3000 Jahre alter Friedhof

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Und es gibt auch noch eine berühmte Kirchenanlage zu besichtigen: Die Panagia Ekatontapyliani. Sie soll angeblich über 100 Tore oder Türen besitzen (was aber nicht der Fall ist) und stammt aus byzantinischer Zeit.

Panagia Ekatontapyliani

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Wem das alles noch nicht reicht, der kann sich hier auch noch den Hafen anschauen oder die unzähligen Gaststätten oder Geschäfte aufsuchen. Und klar, auch Strände gibt es noch in der näheren Umgebung. Nebenbei bemerkt hat Parakia nur ca. 13.700 Einwohner. 

Hafen Parakia

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Ich hatte es ja schon im letzten Artikel erwähnt, wir brauchen uns hier nicht um die Hotels zu kümmern. Das ist alles schon erledigt, aber für uns auch eine Überraschung, denn wir wissen nicht wo wir landen werden.

Deshalb noch eine kleine Anekdote zum Schluss von unserem Hotel in Parakia. Wir wohnen hier nicht in der Altstadt, sondern etwas abseits. Und unsere Zimmer sind auch nicht direkt im Hotel, sondern schräg gegenüber von diesem, an einer viel befahrenen Straße und noch ein Stück hin. Netterweise hat uns ein Mitarbeiter des Hotels unsere Koffer dorthin gebracht. Seht selbst…

Gepäcktransport durch den fließenden Verkehr

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2018 – Inselhopping Griechenland – Anreise

Schon der zweite Tag Griechenland und ich habe noch nichts im Reisetagebuch. Ich hatte tatsächlich schon Fragen wo denn die Berichte bleiben. Sorry, aber es ging nicht. Gestern war ich einfach zu benebelt. Außerdem gab es gar nicht so viel zu berichten.

Benebelt? Warum eigentlich? Naja wir sind nach Griechenland geflogen und weil ich immer noch ein wenig Flugangst habe, hatte ich ein leichtes Beruhigungsmittel intus. Das macht dann über Stunden müde. War übrigens ein ruhiger Flug. Wir sind ab München geflogen und bei schönem Wetter gestartet und bei noch besserem in Athen gelandet. 

Übrigens probieren wir diesmal etwas für uns ganz Ungewohntes, nämlich eine Pauschalreise. Ich gebe zu, am liebsten plane ich alles selbst. Aber bei unserem Angebot stimmte der Preis und die Idee und so hüpfen wir jetzt vororganisiert auf verschiedene griechische Kykladeninseln. Nennt sich übrigens Inselhopping. 

Vorteil Pauschalreise: Alles wird für uns gebucht (Hotels, Fähren, Shuttle etc.) und wir werden immer abgeholt und gebracht. Trotzdem sind wir aber individuell unterwegs und können auf den Inseln unser eigenes Programm gestalten. Nur das Hotel und die Aufenthaltsdauer dort können wir nicht bestimmen. Und das ist auch der Nachteil an der Sache: Leider ist es absolute Glückssache wo wir übernachten. Wir erfahren dies immer erst, wenn wir an einem neuen Ort ankommen. 

Für den Veranstalter eine schöne Geschichte, denn so können Restbetten noch gut verkauft werden. Hätte ich allerdings selbst gebucht, wären unsere bisherigen Hotels nicht meine Wahl gewesen. Hat also alles Vor- und Nachteile. 

Athen

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Nachdem wir also gestern nur ganz kurz für eine Nacht in Athen waren (deshalb nur ein Foto), ging es heute früh 6 Uhr (!) schon zur Fähre nach Paros. Griechenland ist ja eine Zeitzone vor uns, also eine Stunde. Da wisst ihr was es bedeutet, 5 Uhr aufzustehen. Das heißt nach unserer Zeit sogar 4 Uhr. Aber nicht das ihr denkt um diese Uhrzeit wäre in Athen nichts los. Im Gegenteil, Autos über Autos, Menschen über Menschen. Dauernd pfeift irgendein Polizist auf der Straße und versucht, die Ordnung (wieder) herzustellen. Als Außenstehender erscheint dies absolut zwecklos und unser Eindruck war, als würden alle die Verkehrsregeln trotz Polizei ignorieren.

Auch am Hafen war unheimlich viel Betrieb. Ich hatte mir ja im Vorfeld unter Inselhopping vorgestellt, dass wir mit einem kleinen Boot oder einer Yacht unterwegs sein werden. Das ist natürlich nicht so. Wir reisen mit Fähren und diese sind einfach nur riesig und ich hatte den Eindruck, dass diese unendlich viele Menschen und Autos fassen können. 

Im Morgengrauen: Fähre zu den Kykladeninseln

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Unsere Fahrt dauerte rund 4 Stunden und dann kamen wir endlich auf unserer ersten Insel an: Paros. Natürlich ist bei Ankunft einer  Fähre erstmal Gewusel. Aber zwischen all den vielen Ankommenden, sah ich dann plötzlich ein Schild mit meinem Namen….

Hafen von Paros

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