15.-18. Februar 2019 – Berlin, Wellness und Stummfilm

Hattet ihr auch Hochdruck dieses Wochenende? Also nicht Bluthochdruck, der ist nervig. Ich meine den vom Wetter.

Ich glaube ganz Deutschland lag unter dem sonnigen Einfluss von Hoch Dorit, das Mitte Februar hier in Berlin für unfassbare 17°C sorgte. Nun waren wir zwar in Winterklamotten angereist, aber die kann man ja abschmeißen. Während also die Wasservögel noch auf den letzten Eisschollen über den See glitten, liefen wir im herrlichen Sonnenschein und mit Frühlingsgefühlen drum herum.

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Rund um den Spandauer See

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Übrigens der eben erwähnte See liegt direkt an unserer Hotelanlage in Berlin Spandau. Wobei das Hotel CentroVital mehr zu bieten hat als nur Übernachtung mit Frühstück. Wir waren so positiv überrascht, dass wir aus dem Schwärmen gar nicht herauskamen. 

Hier gibt es so viel, dass ich ein bisschen überlegen muss, um alles aufzuzählen: Da ist zum Beispiel die Badelandschaft, ein Saunabereich und eine riesige Fitnessabteilung. In der werden zusätzlich zu den ganzen Geräten täglich zig Sportkurse angeboten. Es gibt sogar eine Kinderbetreuung, die wir allerdings nicht genutzt haben (des Alters wegen).

Und auch das Essen ist einfach toll. Dazu das unheimlich nette Personal. Was soll ich sagen, wir sind begeistert! Zumal der Preis auch in Ordnung ist. 

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Frühstück im Centrovital Berlin Spandau

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Natürlich war deshalb unser Wochenende nicht nur vom guten Wetter geprägt, sondern auch von Wellness und Sport. Ja, ihr habt richtig gelesen „Sport“. Das passt ja eigentlich nicht ganz so zu mir, aber hier wurde es uns leicht gemacht. So sind wir täglich schon vor dem Frühstück schwimmen gewesen. Und in unser dickes Berlin-Programm passte sogar eine Aerobicstunde mit rein. So was hab ich im Urlaub echt noch nie gemacht. 

Und als krönenden Abschluss hatten wir dann auch noch eine (im Preis enthaltene) Massage. Knaller!

Jetzt könnte man ja glauben, wir hätten das Objekt gar nicht verlassen brauchen. Aber ihr kennt mich, ich entwickle im Urlaub ja immer eine gewisse Hyperaktivität, weil ich so viel unternehmen will. Und Berlin passt doch da perfekt dazu, denn hier findet wirklich jeder was er sucht.

So waren wir zum Beispiel im Kino Babylon. Das Gebäude wurde vor 90 Jahren, im April 1929, fertiggestellt und ist eines der letzten Kinos das ganz auf Stummfilme ausgelegt wurde. Es hat einen Orchestergraben (!) und die Leinwand ist mit einem goldenen Rahmen umfasst, wie in einem Theater. Im Jahr 2002 wurde das Gebäude umfassend saniert und mit dem „Deutschen Preis für Denkmalschutz“ prämiert.

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Kino Babylon Berlin

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Zum diesjährigen runden Geburtstag wurde nun im Januar extra das Babylon Berlin Orchester gegründet und seitdem laufen dort Stummfilmaufführungen mit Orchesterbegleitung. Und genau so eine haben wir besucht. Wir sahen den Klassiker „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ von 1922 in einer restaurierten Fassung. Wie ihr vielleicht wisst ist das ein Gruselfilm, basierend auf Bram Strokers Buch „Dracula“. Nur das hier Dracula Graf Orlok (Nosferatu) heißt. Aufgrund der Ähnlichkeit in der Handlung gab es deswegen übrigens einen Urheberrechtsstreit. Der ging verloren und so sollte der Film vernichtet werden. Auf wundersame Weise entging er aber diesem Schicksal.

In den großen Saal des Kinos Babylon passen übrigens 500 Personen. Bisher waren seit Januar wirklich alle Veranstaltungen ausverkauft. Es gibt verschiedene Filme aus der Stummfilmzeit zu sehen und ein Besuch lohnt sich wirklich. Rechtzeitiges Erscheinen übrigens auch, denn die Platzwahl ist frei. Ich empfehle ca. Reihe 9 zu nutzen. Dann hat man gute Sicht auf das Orchester und die Leinwand. 

Und was haben wir sonst noch unternommen? Natürlich wieder eine unserer geliebten eat-the-world-Touren. Diesmal durch Berlin Charlottenburg. Das Viertel war uns noch nicht so bekannt und hat uns sehr gut gefallen. Sogar so gut, dass wir am nächsten Tag noch einmal dort waren, um ausgiebig im Schlosspark zu flanieren. 

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Schloss Charlottenburg

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Schlosspark Schloss Charlottenburg im Februar 2019

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Shoppen waren wir auch noch und essen auch. In der Nähe vom Hotel ist ein ganz tolles Fischrestaurant. Es heißt „Raymons“. Sehr zu empfehlen, falls ihr mal dort seid. 

Dann hatten wir noch diverse lange Fußmärsche, unter anderem weil die Berliner Verkehrsbetriebe gestreikt haben oder ein Notarzteinsatz die S-Bahn zum Stehen zwang. Das heißt 14 km waren wir im Schnitt zu Fuß unterwegs. 

Und schwupps ist unser Wochenende schon wieder um und wir fahren nach Hause. Aber was soll’s, das Jahr hat ja gerade erst angefangen!

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