Oktober 2018 – Düsseldorf

Ihr habt kein Geld für eine Reise nach Japan? Hatten wir auch nicht. Wenn ihr aber, so wie wir, euer Sparschwein auskippt und es danach für eine Fahrt nach Düsseldorf reicht, habe ich eine Idee für euch: Little Tokyo. Das liegt mitten in Düsseldorf, genauer gesagt in der Immermannstraße und der Gegend um diese herum. Das ist ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs, also leicht zu finden.

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Little Tokyo Düsseldorf

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Da in Düsseldorf einige tausend Japaner leben, haben sich hier diverse japanische Läden, Restaurants, Bäckereien, Buchläden etc. angesiedelt. 

Wir sind in den vergangenen Tagen hier mehrfach entlang geschlendert und diverse Male eingekehrt. Umringt von Japanern kann man sich dann beim Essen bestens amüsieren (und blamieren), wenn man ungelenk mit seien Stäbchen hantiert. Man kann aber auch nach einem Löffel fragen, wenn es denn sein muss bzw. im Notfall. Wir hatten jedenfalls unseren Spaß. 

Übrigens selbst die Rechnung wird in einigen dieser Restaurants nur mit japanischen Schriftzeichen ausgegeben. An der Kasse wird man aber dann über die Kosten informiert. Die Kellner servieren hier nur.

Soweit zu unserem japanischen Abenteuer. Übrigens fühlen sich in Düsseldorf viele Nationen zu Hause. Die Stadt ist  multikulturell, die Menschen sehr offen, wie wohl alle Rheinländer. Und meistens sind sie auch sehr nett. Als ich zum Beispiel gestern im Bahnhof von einem Typen angerempelt und danach angepöbelt wurde, haben sich sofort zwei (!) junge Männer schützend vor mich gestellt. Sie gehörten nicht zusammen, sondern reagierten unabhängig voneinander und haben mir geholfen. Spitze! 

Apropos Rheinländer: Man möchte meinen sie trinken täglich viel Bier und sitzen damit dann am liebsten alle gemeinsam am Rhein. Der Eindruck täuscht natürlich, sie trinken nämlich überall gerne Bier! Es gibt sehr viele urige Kneipen und Brauereien hier. In Düsseldorf wird übrigens Altbier ausgeschenkt.

Wie komme ich dann dazu zu behaupten, alle säßen trinkend am Rhein? 

Wir hatten ja bei unserem Trip mitten im Herbst (12.-15. Oktober) perfektes Sommerwetter mit bis zu 27 Grad und durchgehendem Sonnenschein. Und natürlich saßen oder standen deshalb sehr sehr viele Leute draußen. Ganz besonders geeignet ist dafür zum Beispiel die Rheinuferpromenade. Dort liegen auch die Kasematten, ein terassenartiger Gastronomiebereich. 

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Düsseldorf Rheinuferpromenade

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Und dort fahren auch die vielen Ausflugsschiffe ab. Das lohnt sich bestimmt auch einmal. Leider haben wir das diesmal aber nicht geschafft. Wir sind stattdessen wieder einmal Segway gefahren. Das ist eine schöne Art sich schnell fortzubewegen und dabei auch etwas zu sehen. Und natürlich macht es einfach Spaß!

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Segway fahren in Düsseldorf

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Segway-Tour Düsseldorf

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Wir haben dabei zweimal den Rhein überquert, sind durch die Altstadt und durch den Medienhafen gefahren. Gerade zu letzterem muss ich euch unbedingt einige meiner Fotos zeigen. Die Architektur hier ist wirklich beeindruckend. Internationale renommierte Architekten haben hier entweder neu gebaut oder Altes in Neues integriert.

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Medienhafen Düsseldorf

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Wohnen wird hier aber kaum jemand, es ist mehr ein Gewerbe- / Medienviertel. Allerdings gibt es hier hochklassige Gastronomie und ein sehr teuer wirkendes Hotel mit vielen Autos vor der Tür. Keines davon war von der preiswerten Sorte und wenn dann eines bestiegen wurde, dann war es laut. Ihr wisst sicher welche Art laut ich meine. Es war die Art bei der man sehr viel Aufmerksamkeit für sein teures Gefährt bekommt. 

So, wie schaffe ich jetzt die Überleitung zu Dieter Nuhr? Keine Ahnung, ich erzähle es euch einfach. Wir hatten nämlich unseren Düsseldorf Besuch um ihn herum geplant, da wir ihn immer schon mal live sehen wollten. Und da verreisen ja unser Hobby ist, sind wir also zu Dieter Nuhr gefahren anstatt ihn kommen zu lassen. Er stammt ja aus Düsseldorf und die dortige Tonhalle ist quasi sein Wohnzimmer. Ist übrigens eine tolle Location, gute Sicht, gute Akustik, wirklich empfehlenswert. Dieter Nuhrs Programm war das übrigens auch, sehr politisch, aber genau mein Humor. Er hat uns zusätzlich am Abend mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass zeitgleich auch die Toten Hosen auftreten. Wäre sicher auch toll gewesen. Ich hatte mich sowieso schon gewundert, warum in der ganzen Stadt Leute mit Tote Hosen T-Shirts rumliefen. Da die aber auch aus Düsseldorf stammen, dachte ich die Fans laufen da einfach immer so rum… Hätte ja sein können.

Übrigens schreibe ich diesen Bericht recht glücklich im Zug, obwohl wir für diesen viele Nerven gelassen haben. Schon die Hinfahrt war spannend. In Frankfurt Main kam nämlich unser Zug schon mit 45 Minuten Verspätung an. Er hatte sie bei der Fahrt von München erfolgreich eingefahren. Aber das war nicht genug. Auf unserer Strecke nach Düsseldorf hatte nämlich ein ICE vor uns Feuer gefangen und damit war die gesamte Strecke gesperrt worden. Am Ende hatten wir über 2,5 Stunden Verspätung. Aber wir sind angekommen. Heute nun ist die Strecke immer noch gesperrt und der Zug fährt die Ersatzstrecke. Und auch wenn wir aufgrund gestrichener Züge und Chaos genervt waren, hatten wir noch Glück. Denn kurz nachdem wir den Kölner Bahnhof verlassen hatten, wurde dieser wegen Geiselnahme komplett gesperrt. Kein Zug fuhr mehr.

Da gelobt ich mir doch unsere langsame Zugfahrt am Rhein entlang mit Blick auf eine pittoreske Landschaft. 

P.S. Einen kleinen Polizeieinsatz haben wir in Düsseldorf auch noch erlebt. Unsere Straßenbahn wurde gestoppt, ein Polizeiwagen setzte sich vor die Bahn. Dann stiegen zwei Polizisten ein und verhafteten den jungen Mann direkt neben uns. Düsseldorf, what a thrill! 

Hier noch ein paar harmlose Bilder aus der Stadt.

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Auf der Kö in Düsseldorf

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Ein Denkmal bei der Vorbereitung auf die Arbeit

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Trockenes Rheinufer in Düsseldorf

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