30.09.2018 – München Oktoberfest

Endlich WLAN! 

Ich komme mir gerade vor wie im Auslandsurlaub, wo ich auch immer nur online gehen kann, wenn WIFI angeboten wird. 

Grund für diesen denkwürdigen Zustand ist eine Verkettung unglücklicher Umstände. Und natürlich hat es mit meinem Telefonanbieter zu tun. Ich habe deshalb zwar ein Smartphone in den Händen, aber die innenliegende SIM-Karte ist tot. Sie wurde einfach vom Netz genommen. Ich bin also ungewollt der postdigitalen Bewegung beigetreten (die gibt es wirklich). Zumindest für den Großteil des Tages. Telefonieren geht natürlich ohne SIM-Karte auch nicht. 

Ich ahne es, euer Bedauern deswegen ist grenzenlos. Dabei kann sich garantiert kaum jemand von euch ein Leben ohne dieses Gerät vorstellen. 

Wir mussten also heute beim Besuch des Oktoberfestes in München zu altertümlichen Mitteln greifen: Uns nämlich stets im Auge behalten, damit keiner verloren geht. Bei dem wunderschönen Wetter heute waren wir  nämlich wirklich nicht alleine. Dabei sind wir gleich nach Öffnung um 10 Uhr morgens dort gewesen, aber selbst zu dieser Uhrzeit war es schon gut gefüllt. 

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Eindrücke vom Oktoberfest in München

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Manche Eltern greifen deshalb folgerichtig zu drastischeren Mitteln, damit ihre Sprösslinge nicht verloren gehen. Also mehr als an die Händchen fassen. Ein Beispiel habe ich fotografiert, weil ich es so putzig fand. Da waren die Kinder alle angeleint. Ich habe natürlich um Erlaubnis gefragt, bevor ich die Bilder gemacht habe.

Nun wisst ihr also schon, dass es voll auf dem Oktoberfest war. Das größte Volksfest der Welt ist aber auch wirklich etwas besonderes. Das finden mittlerweile auch immer mehr Touristen aus aller Welt. Aber auch die einheimische Bevölkerung kommt in Scharen und sie kommt in Tracht! Dabei wirkt das immer sehr selbstverständlich und gar nicht aufgesetzt. Schon in der Stadt, an den S- und U-Bahn-Haltestellen, ja einfach überall sieht man viele der Hiesigen in Lederhosen oder Dirndl. Und das von ganz jung bis ganz alt.

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Tracht gehört zur Wiesn dazu

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Und alle genießen das Fest auf ihre Weise. Wir hatten dabei nie das Gefühl, dass sich irgendein Münchener gestört von den vielen Menschen fühlt. 

Es gibt sogar eine sehr gut gemachte APP für das Oktoberfest. Darin gibt es zum Beispiel einen Lageplan, auf dem man via GPS jedes Festzelt findet.

Natürlich gibt es auch Interessantes und Nützliches zu erfahren. So zum Beispiel, dass dieses Wochenende verstärkt Italiener auf die Wiesn kommen. Und wegen derer vieler davon gibt es sogar italienische Polizisten auf dem Oktoberfest. Die darf Dank Änderung im bayerischen Polizeigesetz sogar im Notfall zur Waffe greifen. 

Was man auch durch die APP erfährt ist, dass große Taschen aus Sicherheitsgründen verboten sind. Das ist schon letztes Jahr so gewesen und wurde auch in Funk und Fernsehen bekannt gegeben und trotzdem gibt es am Einlass immer wieder Diskussionen deswegen. Aber Sicherheit geht vor!

Mit unseren kleinen Taschen waren wir dann zum Beispiel in der Geisterbahn, auf dem Riesenrad und natürlich in den Festzelten.

Selbst zu aller frühester Stunde werden hier schon die Maß getrunken. Und wenn einer der meist jungen Burschen auf den Tisch steigt, ist mit einem Mal riesen Applaus im Saal. Unter starkem Klatschen und Anfeuerungsrufen trinkt dann der „Held“ seine Maß auf ex.

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Beste Stimmung und Maß auf ex

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So doll haben wir es nicht getrieben. Wir waren in einem kleinen gemütlichen Zelt, aber eine Maß hatte Annett da auch. Natürlich. 

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Maß im Festzelt

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Festzelt Zum Stiftl

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Zu guter Letzt waren wir dann noch auf der Oide Wiesn, also der Alten Wiesn. Da zahlt man extra Eintritt (3 Euro) und es ist wirklich ein bisschen so wie früher.  

Also wer Spaß an Fahrgeschäften aller Art, Bier und deftigem Essen hat, sollte  unbedingt einmal dabei sein. Und wie der U-Bahn-Ansager treffend auf dem Bahnsteig sagte: „Traut euch, lernt neue Leute kennen“.

P.S.: Für Kurzentschlossene gibt es überall Trachtenkleidung zu kaufen. Selbst auf dem Bahnhof.

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