2018 – Inselhopping Griechenland – Santorini – Fira

JEDER sucht auf Santorini den Sonnenuntergang. Damit übertreibe ich nicht. Und das hat natürlich mit der Besonderheit der Insel zu tun, nämlich damit dass wir uns hier auf einem Vulkan befinden. Auch wenn die ringförmige Struktur der Caldera nicht mehr vollständig ist, gibt es doch genug Plätze am Kraterrand, die den optimalen Blick versprechen. Hier seht ihr Stephanie bei genau dieser Aktivität in der Abendsonne.

Stephanie fotografiert den Sonnenuntergang in Fira auf Santorini

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Je nach Sonnenstand hat man natürlich (auch tagsüber) mal an der einen, mal an der anderen Stelle den besten View. 

Ich hatte ja schon erzählt, dass ich dummerweise meinen Reiseführer zu Hause hab liegen lassen. In diesen wollte ich natürlich gucken und uns dann gleich zu den richtigen Stellen lotsen. Klar hatte ich noch so halb abgespeichert, dass wir auf den Kraterrand müssen. 

Auch hatte ich euch schon berichtet, dass wir bei unserem Inselhopping immer erst am Anreisetag vor Ort erfahren, wo wir übernachten werden. Also wussten wir vorher wirklich nur die Insel und sonst nicht wo wir landen würden. Das ist echt blöd und ich würde das auch nie wieder so buchen. So hatten wir überhaupt keinen Plan, was sich in der Nähe des Hotels so lohnen könnte anzusehen.

Im Fall von Santorini habe ich deshalb den netten Hotelchef unserer Unterkunft nach ein paar Tipps gefragt. Er empfahl zunächst mal eine Fahrt mit dem Bus nach Fira, der Inselhauptstadt. Wir selbst waren in Kamira untergebracht, direkt am Strand, der übrigens hier aus schwarzem Lavakies besteht. 

Mit dem Bus ist man übrigens auf allen griechischen Inseln gut und preiswert unterwegs. Die Fahrt kostet nur 1,80 Euro pro Person. Allerdings ist ja gerade Hauptsaison und so eine Busfahrt kann da zum Abenteuer werden. Da jeder mitgenommen wird, herrschen Zustände wie man sie aus dem Fernsehen von der Rushhour in Tokio kennt. Eingeklemmt an der Ausgangstür des Busses  und auf einem Bein stehend, haben wir so eine Fahrt ins Ungewisse angetreten. Denn natürlich kannten wir die Gegend nicht und haben zusätzlich absolut nichts gesehen. Es gab auch keine Haltestellenhinweise. Aber in jedem Bus fährt ein Fahrkartenverkäufer mit. Und egal wie voll es ist, der Fahrkartenverkäufer findet dich. Und er ist es auch, der die Haltestellen durchruft. Am Ende sind wir also richtig in Fira gelandet. 

Was sich schon beim Verlassen der Fähre in Santorini am Hafen angedeutet hatte, war in Fira dann nicht mehr zu übersehen: Menschen über Menschen und noch mehr Menschen.

In der Fähre kurz vor Santorini

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Menschenmassen am Hafen von Santorini

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Zwar werden die Touristen auf der ganzen Insel untergebracht, aber offensichtlich sind die meisten in Fira. Zumal hier zusätzlich noch die Gäste der Kreuzfahrtschiffe hinzukommen. Diese werden unten auf der Insel abgesetzt und haben dann verschiedene Möglichkeiten, nach oben zu kommen: Erstens könnten sie hoch laufen. Das machen wahrscheinlich die wenigsten. Zweitens gibt es Esel, auf denen man reitend nach oben kommen könnte. Und drittens gibt es die Seilbahn.

Kreuzfahrtschiff unter Fira, Santorini, Massentourismus

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Seilbahn oder Esel

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So und jetzt wird es lustig bzw. peinlich für uns. Ahnungslos wo wir genau in Fira waren,  dachten wir, wir müssten nach oben. Also auf zur Seilbahn. Die Schlange war lang. Irgendwann hatten wir drei Tickets gekauft. Aber es hieß weiter warten. Da blieb Zeit für einen Blick auf die Fahrkarte. Da stand eindeutig „down“. Wie jetzt „down“? Wir wollten doch „up“, also hoch. Ich verlasse kurz die Schlange, um nochmal nachzufragen. Die Kassiererin versteht mich nicht richtig, denkt ich frage nach einer Hin- und Rückfahrt. Sie schickt mich wieder in die Schlange. Aber mein Missfallen steigt. Zusammen mit Stephanie und Annett gehe ich noch einmal fragen. Ich sage, dass wir doch hoch wollen und nicht runter. Warum steht denn „down“, also „runter“ auf dem Beleg. Sie guckt ungläubig, wir auch. Auflösung: Wir sind schon oben! Durch die Fahrt mit dem Bus, auf der wir nichts gesehen hatten und dann das Schieben durch die Menschenmassen, bei dem wir auch nichts gesehen hatten, war mir völlig die Orientierung verloren gegangen. Also auf zum Kraterrand. Er war nur wenige Meter von der Seilbahnstation entfernt. Übrigens haben wir unser Geld für das Seilbahnticket zurück bekommen. 

Endlich das was wir wollten. Der Blick ist fantastisch. Wir erleben den Sonnenuntergang im Restaurant. Aber es ist noch nicht DER Sunset. Den gibt es nur in Oia.

Am Kraterrand in Fira bei Abendstimmung

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Bitte oben durchklicken.

Fira Abendstimmung vom Kraterrand aus

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