2018 – Inselhopping Griechenland – Santorini allgemein

Nach meinen ersten Eindrücken von Santorini  wollte ich eigentlich an dieser Stelle einen totalen Verriss über die Insel schreiben. Und meine Überschrift sollte lauten: „Santorini – überlaufen, überteuert, überbewertet“. Genau das waren nämlich meine Gedanken nach der Ankunft und dem ersten Abend in der Inselhauptstadt Fira. Wir hatten uns stundenlang nur durch Menschenmassen geschoben. Es langte mir.

Tatsächlich würde ich auch jetzt noch, bei Abfahrt zurück nach Athen, obigen Adjektiven zustimmen. Aber es gibt eben auch diese sehr schönen Ecken auf Santorini, so dass ich doch relativieren muss.

Wenn es also hier so sehr überlaufen ist, warum kommen denn dann immer mehr Touristen ausgerechnet hierher? Es ist dieses Klischee vom perfekten griechischen Ort. Diese Kombination aus Naturschönheit und griechischem Flair gibt es auf Santorini  tatsächlich. Seht euch die von mir gemachten Fotos an. Jedes könnte eine Postkarte sein. Weiße Häuser, die berühmten blau-bedachten Kirchen, dazwischen Windmühlen und das Meer in der Ferne. Ich habe diese Bilder im Dorf Oia gemacht und natürlich kann ich nur empfehlen, euch dieses einmal anzuschauen. Ich komme später noch einmal darauf zurück. Zunächst aber etwas zur interessanten Entstehung von Santorini.

Oia

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Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und man kann auf Luftaufnahmen gut die ringförmige Struktur der Caldera erkennen. 

Eine gewaltige Eruption, datiert zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert vor Christus (!), führte zum teilweisen Untergang der damals bewohnten Insel. Da die Mitte des Vulkans dabei quasi weggesprengt wurde, füllte sich die Caldera schließlich mit Meerwasser.

Gesteinsschichten vulkanischen Ursprungs in der Caldera-Wand von Santorini

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Man konnte inzwischen übrigens nachweisen, dass der durch diese Eruption entstandene Tsunami auch auf Kreta Spuren hinterlassen hatte.

Übrigens ist der Vulkan auch weiterhin aktiv. Zunächst „arbeitete“ er aber unter Wasser weiter. Erste überseeische Aktivitäten gab es dann erst wieder nachweisbar ab dem Jahr  197 vor Christus. Daraus entstand die jetzt in der Mitte des Archipels zu sehende neue Insel Nea Kameni. Sie ist immer noch karg und fast nicht bewachsen. Wir haben sie per Boot besucht und dann eine kleine Klettertour zum Gipfel unternommen. Man kann sich die Krater ansehen und wenn man an der richtigen Stelle steht, weht einem Schwefelgeruch in die Nase, der vom Inneren aufsteigt. 

Der letzte Ausbruch des Vulkans war 1950. Aber jedem hier ist klar, dass wir nur eine Momentaufnahme der Geschichte von Santorini sehen. Jederzeit könnte sich die Gestalt der Insel ändern. 

Solange alles aber so ist wie es ist, genießen wir einfach den Blick von der Caldera, am oberen Kraterrand.

Im nächsten Artikel erzähle ich euch von unserer Suche nach dem Sonnenuntergang

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