2018 Februar, Berlin

Diesmal also Straßenstrich. Ja ihr habt richtig gelesen. Die Lage unseres Hotels in Berlin war wirklich mal ein wenig anders. Zwar war das Hotel selbst kein Etablissement zweideutiger Art, aber das Umfeld war umso eindeutiger.  

Bei unserer Ankunft hier haben wir das Hotel zunächst lange suchen müssen, denn es liegt versteckt in einem Winkel. Es ist sogar ein Baudenkmal in einem kleinen Villenviertel. Früher wurde es von einem Künstler bewohnt. Nach dessen Tod war das Gebäude zwischendurch eine Obdachlosenunterkunft und ziemlich heruntergekommen. Nun aber ist es ein 4 Sterne Hotel mit ca. 20 Zimmern. Wo genau die 4 Sterne allerdings zu finden sind, ist uns etwas schleierhaf, aber na gut. Und für das Umfeld kann ja auch keiner was. Aktuell sind dort nämlich jede Menge Baustellen und eben der Straßenstrich.

Berlin Hotel und Umgebung

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Einen solchen haben wir übrigens noch nie live und in Farbe gesehen. Tatsächlich war mir schon das erste Mädel, das ich auf der Straße stehen sah, sehr aufgefallen. Sie war extrem stark geschminkt und irgendwie nuttig angezogen. Wie recht ich hatte. Aber die Mädels können einem echt leid tun bei der Kälte. Wir haben ja Anfang Februar und Temperaturen nahe bzw. unter Null. 

Aber natürlich war das nicht das einzige Highlight unseres diesmaligen Berlin-Aufenthaltes. Wir hatten einiges vor und waren leicht angeschlagen ins Rennen gegangen. Annett und ich hatten es beide im Kreuz und dazu noch leichte Halsschmerzen. Also ideale Voraussetzungen für einen Aufenthalt im Februar. Zeit also die langen Unterhosen anzuziehen und die dicken Jacken, Handschuhe etc.. Das hilft enorm bei Kälte, drinnen ist es dann aber etwas warm und man möchte alles wieder abschmeißen. 

Zunächst aber zum Fisch-Spa. Eine Aktivität die ich schon lange mal probieren wollte. Ich hatte ein günstiges Angebot im Internet entdeckt und so konnten Annett und ich uns mal die Füße abkauen lassen. Der Kangal mag das übrigens auch. Die Fischart ist ein Aasfresser und so stürzten sich die Fischlein auf unsere Füße, um Hautschuppen abzuknabbern. Wir hatten in der Zeit Gelegenheit uns zu entspannen und ein Getränk zu genießen.

Entspannung beim Fisch-Spa und bei der eat-the-world Tour

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Am Abend haben wir dann Hans Klok mit seiner Zaubershow im Tempodrom besucht. Hier will ich nicht zu viel verraten, das sollte man selbst gesehen haben. Bemerkenswert waren aber auf jeden Fall die zusätzlich eingebauten Showteile anderer Künstler, zumeist Akrobaten, die ihr Können auf höchstem Niveau zeigten.   

Eigentlich reichen die gerade geschriebenen Höhepunkte ja schon aus, könnte man denken, aber was wäre ein Berlin-Besuch für uns ohne eine weitere eat-the-world Tour. Diesmal waren wir im Stadtteil Prenzlauer Berg. Der ehemalige Arbeiterbezirk ist nach umfangreichen Sanierungen ein sehr gefragter Wohnort geworden und gerade auch für das eat-the-world Konzept sehr interessant. An jeder Ecke gibt es neue Cafés und Restaurants. Diesmal war auch ein Rohveganer dabei. Der Name sagt es schon, hier wird nicht gekocht oder gebacken. Und vegan ist alles natürlich auch. Wir hatten dort die Gelegenheit eine rohvegane Pizza zu kosten. Hat geschmeckt wie Pumpernickel mit Aufstrich. Also schon gut, aber einmal essen reicht auch. Aber es gab auf der Tour auch selbst gerösteten Kaffee, portugiesischen Kuchen, Dipps mit Kartoffelecken, mediterane Häppchen und selbst hergestellte jüdische Bagel. Was will man mehr. 

Aber das absolute Highlight kommt noch: Unsere gute Freundin Iris hatte uns als nachträgliches Hochzeitsgeschenk zunächst in ein australisches Restaurant eingeladen und dann zum Cocktail trinken ins Ritz Carlton. Phantastisch! Dort gibt es sehr ausgefallene Kreationen, die wir so noch nie getrunken hatten. Zudem ist die Atmosphäre nicht abgehoben, sondern locker und nett. Danke nochmal Iris für den tollen Abend!

Abend mit Iris

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Dermaßen mit Eindrücken und Erlebnissen gestärkt treten wir nun unsere Heimreise an. Wir fühlen uns sogar gesünder als auf der Hinfahrt. Hat sich also gelohnt.