2017 Frankreich – Tag 10 – Vasco

Vasco, Vasco, die letzten Minuten unserer gemeinsamen Wanderung hast du echt nochmal einen gucken lassen. Ich sag mal die Gesamtnote ist versaut. War vielleicht auch etwas unglücklich, dass der Weg fast an deinem zu Hause endete. Im Grunde warst du ja schon da, aber wir mussten ja noch unser Gepäck zu Marjolaine und Henk-Jan in die „La Source de Castagnols“ bringen. Eigentlich kann ich dich ja fast verstehen, aber so derart zu bocken, ging einfach gar nicht. Zu zweit, dann zu dritt haben wir an dir gezogen und dich geschoben, gebrüllt irgendwann auch, aber es half nichts. Du wolltest keinen Meter mehr laufen. Da musste erst dein Chef kommen und dich mit einem Stöckchen antreiben. Aber selbst der hatte seine Probleme mit dir.

Dabei hatte ich gestern Abend und heute früh echt Wehmut, weil es unser letzter gemeinsamer Tag werden würde. Und dann, als du endlich in deinem Stall warst, kein Blick zurück. Echt schade, hab dich trotzdem lieb gewonnen. 

War ja auch ein merkwürdiger Tag für dich. Gestern erst kamen deine Eselkumpel im „Mas Nouveau“ zusammen mit dir auf die Koppel und dann heute wieder nur wandern mit der Menschengruppe. Dabei haben wir deine Freunde dauernd wiedergetroffen. Aber dann waren wir einfach unterschiedlich schnell und wollten deshalb nicht alle zusammen laufen. 

Deine Eselnase wusste aber immer Bescheid wo deine Kumpel gerade waren. Waren sie vor uns, konnte es nicht schnell genug gehen. Stephanie musste dich dann echt ausbremsen. Waren sie hinter uns, war schleichen von deiner Seite angesagt. Ab und an eine eselige Dufthinterlassenschaft in Kackeform ist ja ganz nett zum schnüffeln, reicht aber nicht.

Und dann war da noch der Hund bei Marjolaine und Henk-Jan. Da hast du eh schon keinen Bock und dann kläfft der dich auch noch von der Seite an. Da musstest du halt mal durchgreifen und hinter ihm her wetzen, bis er ängstlich wegrannte.

Jetzt stehst du zusammen mit einigen deiner Freunde im Stall. Die anderen sind alle auf Tour.

Schlaf lecker, wie unsere holländischen Gastgeber hier sagen. Gute Nacht mein Junge. Wir werden dich vermissen. Deine Stephanie, Annett und Ines 

A post shared by Ines Wachs (@ineswachs) on

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.